Ein Bürokomplex an der Flurstrasse in Zürich-Altstetten soll die neue Heimat von Apple werden. Das Gebäude wird aktuell saniert und gehört dem UBS-Immobilienfonds Sima. Im Juni habe die UBS in einem Newsletter "eine erfreuliche Entwicklung" gemeldet, berichtet der 'Tages-Anzeiger'. Neben weiteren Mietern ziehe "ein international tätiger Tech-Konzern mit einer Mietfläche von rund 9500 Quadratmetern" ein.
Wie mehrere verlässliche Quellen der Zeitung bestätigten, handelt es sich bei dem Tech-Konzern um Apple. Eine Fläche von 9500 Quadratmetern biete Raum für 500 bis 700 Arbeitsplätze, sagte Daniel Stocker, Leiter Marktforschung beim Immobilienberater JLL, gegenüber dem '
Tages-Anzeiger' (Paywall). Gemäss UBS nimmt die Bank bei voller Belegung der 26
'000 Quadratmeter Gesamtfläche des Bürokomplexes rund 6 Millionen Franken Miete pro Jahr ein. Apples Jahresmiete dürfte also über 2 Millionen Franken liegen.
Zahlreiche KI-Stellen ausgeschrieben
Die UBS teilt auf Anfrage der Zeitung mit, sie äussere sich nicht zu einzelnen Mietenden. Fragen an Apple blieben unbeantwortet. Öffentlich gibt das Unternehmen seit 2016 unverändert an, rund 600 Mitarbeitende in der Schweiz zu beschäftigen. Diese Zahl bezieht sich aber vor allem auf Personal im Marketing und im Verkauf, unter anderem in den vier Schweizer Apple Stores.
Seit der Übernahme des Zürcher Startups Faceshift 2015 betreibt Apple in Zürich aber auch Forschung und Entwicklung. Momentan schreibt der Konzern in Zürich rund 20 Forschungs- und Entwicklungsstellen vor allem im Bereich Machine Learning aus.
2024 berichtete die 'Financial Times', Apple baue in der Schweiz ein KI-Team auf. In Zürich sei ein
"geheimes europäisches Labor" eingerichtet worden. An der Limmat werde vor allem in einem hier gegründeten "Vision Lab" gearbeitet. Die dortige Forschung soll sich auf fortschrittliche KI-Modelle konzentrieren, die Text und Bild miteinbeziehen.