Die Berner Fachhochschule (BFH) hat die schweizweit erste Professur im Bereich "Öffentliche Beschaffungen" geschaffen und besetzt sie mit Rika Koch. Als Professorin im Tenure Track wird sie zusammen mit dem Bundesverwaltungsrichter Marc Steiner, der seit dem September 2021 dabei ist, die im vergangenen Sommer gegründete Fachgruppe "Public Procurement" leiten. Für diesen Lehrstuhl bringe sie aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeit bei der Bundesverwaltung und ihrer Forschungstätigkeiten zu nachhaltigen öffentlichen Beschaffungen wertvolles Wissen und Erfahrungen mit, so die BFH.
Rika Koch ist Lehrbeauftragte für WTO-Recht an der Universität Zürich und war zuletzt als Juristin für Meteoswiss tätig. In ihrer 2020 veröffentlichten Dissertation "Green Public Procurement under WTO Law", so die BFH, habe Koch die Möglichkeit untersucht, ökologische Nachhaltigkeit als Kriterium in öffentlichen Beschaffungen in der Schweiz zu etablieren.
Durch die Revision des öffentlichen Beschaffungsrechtes Anfang 2021 habe Nachhaltigkeit als neues Gesetzesziel stark an Bedeutung gewonnen, merkt die BFH an. Auch im Kanton Bern gilt seit dem 1. Februar 2022 das neue Beschaffungsrecht, das allerdings schon bald
erneut revidiert werden könnte.
Wie die BFH weiter mitteilt, sollen die beiden bestehenden Weiterbildungsangebote in diesem Bereich, der CAS Öffentliche Beschaffungen und der CAS Technologie-Beschaffungen in die Fachgruppe integriert werden. Dasselbe gelte auch für die IT-Beschaffungskonferenz, welche dieses Jahr am 24. August stattfindet, sowie für die Veranstaltungsreihe "Beschaffungs-Roundtables".