Ein Drittel der Schweizer Personalverantwortlichen ist laut der Robert Half Gehaltsübersicht Schweiz 2027 dazu bereit, Menschen mit relevanten KI-Kompetenzen auch mehr Geld zu bezahlen. Interessanterweise ist dies allerdings im Bereich IT und Technologie vergleichsweise am wenigsten ausgeprägt, hier sind 28% dazu bereit, für KI-Kenntnisse tiefer in die Tasche zu greifen. Für Jobs im administrativen Bereich sind es dagegen 35%, für Jobs im Finanz- und Rechnungswesen sogar 39%. In den beiden letzten Bereichen geht es dabei hauptsächlich um den Umgang mit generativen KI-Systemen, für IT und Technologierollen sind auch Machine-Learning-, AI-Engineering- und Agentic-AI-Kompetenzen gefragt.
"Was in der Schweiz besonders auffällt, ist, dass der Gehaltsaufschlag für KI-Kompetenzen nicht auf klassische Technologierollen beschränkt ist. Das deutet darauf hin, dass Arbeitgeber Fachkräfte höher bewerten, die KI in verschiedenen Funktionen sinnvoll im geschäftlichen Kontext einsetzen können", lässt sich dazu Julia Meir-Lawi, Branch Manager Geneva bei Robert Half Schweiz, in der Mitteilung des Personalvermittlers zitieren.
Suche nach "Top-Talenten"
Noch etwas mehr Verantwortliche, nämlich gemäss Robert Half 45%, sind dazu bereit, generell für "Top-Talente" über ihre geplanten Gehaltsspannen hinauszugehen. Als solches kann man laut dem Personalvermittler gelten, wenn man Kompetenzen in Bereichen wie KI mit spezifischen anderen gefragten Kompetenzen verbinden kann.
Das richtige Auftreten beziehungsweise eine gute Selbstvermarktung dürften sicher auch eine Rolle dabei spielen, dass eine Kandidatin oder ein Kandidat als Top-Talent eingeschätzt wird.
Eigentlich recht starre Löhne?
Die oben genannten Zahlen könnte man natürlich, falls sie stimmen, auch umdrehen. Dann könnte man sagen, dass sich rund zwei Drittel der Personalverantwortlichen von KI-Kenntnissen nicht dazu beeindrucken lassen, von einem starren Lohnsystem abzurücken. Etwas mehr als die Hälfte auch nicht für Top-Talente.