Die Zahl von Bränden von Lithium-Akkus in Flugzeugen ist markant gestiegen. Dies berichtet
'CBS News' mit Berufung auf Statistiken der amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde FAA. Demnach ist die Anzahl der durch Lithiumbatterien verursachten Brände in den vergangenen 5 Jahren um über 40% angestiegen. Im Schnitt kommt es in den USA einmal pro Woche zu einem Vorfall.
'Forbes' berichtete von 9 Vorfällen im Jahr 2014. 2021 ist die Zahl auf 54 gestiegen, vergangenes Jahr gab es 62 Vorfälle in den USA. Erst kürzlich musste ein Lufthansaflug von Los Angeles nach Chicago abgebrochen werden, weil sich ein Notebook-Akku entflammte und viel Rauch entwickelte.
Die steigende Zahl der Vorfälle in Flugzeugen ist auf die steigende Anzahl Geräte, die Passagiere mit auf Reisen nehmen, zurückzuführen. Dazu gehören Tablets, Smartphones und Notebooks, immer häufiger auch E-Zigaretten und Vape-Geräte, die ebenfalls mit Akkus ausgestattet sind.
Brennende Lithiumbatterien sind bereits unter normalen Umständen schwer zu löschen, sie können sogar unter Wasser brennen. Aufgrund der Brandgefahr dürfen Lithiumionen-Geräte und -Ersatzgeräte wie Powerbanks gemäss den FAA-Richtlinien nur im Handgepäck und nicht im aufgegebenen Gepäck mitgeführt werden. Gegenüber 'CBS News' betont ein Pilot, dass es wichtig sei, Passagiere für die potenzielle Gefahr zu sensibilisieren.
Um Akkubrände zu kontrollieren, setzen einige Fluggesellschaften Schutzbehälter ein. Diese "Thermal Containment"-Behälter wurden vermehrt ab 2016 benutzt, als es bei Samsungs Galaxy-Note-7-Geräten
wiederholt zu Bränden kam.