Bundesamt für Informatik sperrt Server-Zugriff nach Cyberangriff

4. August 2026 um 08:40
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Foto: Alin Andersen / Unsplash

Das BIT hat einen Angriff auf seine Sharepoint-Server entdeckt. Mehrere Benutzerkonten wurden kompromittiert.

Auf Server des Bundesamts für Informatik (BIT) wurde ein Cyberangriff verübt. "Am Dienstag, 28. Juli, haben Sicherheitsspezialistinnen und -spezialisten Auffälligkeiten auf den Sharepoint-Servern des BIT bemerkt", teilt das Bundesamt mit. Umgehend nach Bestätigung des Verdachts seien der Zugriff auf Sharepoint über das Internet blockiert und die Schwachstellen geschlossen worden.
Schwachstellen in Sharepoint-Servern sind ein beliebtes Angriffsziel. Auch das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) warnt immer wieder vor solchen Lücken. Jetzt hat es die Bundesverwaltung selbst getroffen. Nach Angaben des BIT handelt es sich um Schwachstellen, die Microsoft Mitte Juli bekannt gegeben hatte. "Auch das BIT setzt das Produkt ein und betreibt dazu mehrere Sharepoint-Server in den eigenen Datenzentren des Bundes. Nach der Veröffentlichung der entsprechenden Sicherheits-Updates hat das BIT die Arbeiten zum Einspielen in die eigenen Systeme umgehend aufgenommen", so die Mitteilung.

Rund 200 Konten betroffen

Im Rahmen der Analysearbeiten sei dann am Freitag, 31. Juli, festgestellt worden, dass die Zugangsdaten von mehreren Konten kompromittiert wurden. Darunter würden sich Benutzer- wie auch technische Konten befinden. Das BIT habe die entsprechenden Passwörter umgehend zurückgesetzt: "Gemäss aktuellem Stand sind rund 200 Konten betroffen."
Es gebe bislang keine Anzeichen dafür, dass Daten abgeflossen sind. Die Analysearbeiten seien noch am Laufen, bei denen das BIT durch das Bacs und Microsoft unterstützt wird. "Auf der Sharepoint-Plattform dürfen keine vertraulichen Informationen oder besonders schützenswerte Personendaten gespeichert werden", betont das Bundesamt.

Server werden neu aufgesetzt

Aktuell setzt das BIT die betroffenen Sharepoint-Server präventiv neu auf. Der Zugriff für bundesexterne Benutzerinnen und Benutzer über das Internet bleibe bis zum Abschluss der Arbeiten gesperrt, heisst es weiter. Personen aus der Bundesverwaltung könnten weiterhin auf ihre Dokumente zugreifen und sie über alternative Wege mit den betroffenen Personen austauschen.
Im Rahmen der Meldepflicht gemäss Informationssicherheitsgesetz (ISG) habe das BIT innert der geforderten Frist das Bacs sowie das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (Sepos) über den Vorfall informiert. "Um Betreiberinnen kritischer Infrastrukturen in der Schweiz zu schützen, hat das BIT proaktiv alle relevanten technischen Indikatoren zum Cyberangriff über die Plattform des Bacs mit den Betreiberinnen kritischer Infrastrukturen geteilt", schliesst die Mitteilung.

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