Anna Fontcuberta i Morral wurde vom Bundesrat zur neuen Präsidentin der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) ernannt. Die 49-jährige, die aktuell als Professorin für Materialwissenschaft und Physik an der EPFL tätig ist, wird die Stelle am 1. Januar 2025 antreten. Ihre Amtszeit ist auf vier Jahre angesetzt.
Fontcuberta i Morral habe ihr Labor für halbleitende Materialien als weltweit führend in nachhaltigen Nano-Technologien etabliert, heisst es vom Bundesrat. Darüber hinaus zeigte sie laut Mitteilung auch unternehmerisches Engagement, indem sie an der Gründung des Startups Aonex Technologies beteiligt war.
Mit ihrer Ernennung zur EPFL-Präsidentin schreibt Fontcuberta i Morral Geschichte: Sie wird die erste Frau in diesem Amt. Sie folgt auf Martin Vetterli, dem es seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 gelungen sei "die Reputation der EPFL nachhaltig zu stärken und sie als eine der innovativsten Hochschulen zu etablieren", so die Mitteilung.
Fontcuberta i Morral studierte Physik an der Universität Barcelona und promovierte an der Ecole Polytechnique in Palaiseau, Frankreich. Ihre wissenschaftliche Laufbahn führte sie auch in die Vereinigten Staaten, wo sie als Gastwissenschaftlerin am California Institute of Technology in Pasadena arbeite. Später habilitierte sie in Experimentalphysik an der Technischen Universität München.