CH Media nach Ransomware-Angriff über dem Berg

20. April 2023 um 11:30
letzte Aktualisierung: 20. April 2023 um 13:28
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Foto: Unsplash+

3 Lokalzeitungen können wieder mit ihren Regionalausgaben produziert werden. Dennoch läuft ein Ultimatum der Angreifenden weiter.

4 Wochen nach dem Hackerangriff durch die Ransomware-Bande Play erscheinen die Zeitungen von CH Media wieder in der gewohnten Aufmachung. Die 'Aargauer Zeitung', die 'Luzerner Zeitung' sowie das 'St. Galler Tagblatt' werden wieder mit den Regionalausgaben produziert.
Am 24. März wurden die gemein­samen IT-Systeme der Verlage NZZ und CH Media von Cyberkriminellen angegriffen. In der Folge war die Produktion der 3 Zeitungen eingeschränkt und es musste auf Splitausgaben verzichtet werden.
Die Instandstellungsarbeiten seien inzwischen so weit fortgeschritten, dass wieder eigene Ausgaben für jede Region produziert werden können, teilten die Blätter auf ihren Frontseiten mit. Entsprechende Einheitsausgaben für die betroffenen Regionen wurden demnach eingestellt.
Die Auswirkungen des Hackerangriffs waren bei der 'Neuen Zürcher Zeitung' offenbar geringer als bei den CH-Media-Titeln. Alle Ausgaben konnten normal publiziert werden, teilte das Unternehmen mit. Nur zwei Sams­tags­ausgaben und die 'NZZ am Sonntag' seien in leicht reduziertem Umfang erschienen. Das E-Paper wurde ab dem 11. April wieder wie gewohnt veröffentlicht. Weitere Angaben zum Hackerangriff machte die NZZ "aufgrund der rollenden Entwicklung" nicht.
Die Ransomware-Bande Play bekannte sich erst kürzlich zum Angriff auf das Medienhaus. Auf ihrem Darkweb-Blog behauptet die Gruppe, dass sie "private Daten, Projekte, Gehaltslisten, Mitarbeiterinformationen und mehr" erbeutet hat. Ein Ultimatum für die Zahlung von Lösegeld läuft bis zum 24. April. Danach werden die gestohlenen Dateien und Dokumente veröffentlicht, drohen die Cyberkriminellen.
Update 15:30 Uhr: Der 4. Absatz mit dem Statement der NZZ wurde ergänzt.

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