Cisco patcht kritische Lücke in Firewall-Plattform

18. August 2025 um 12:11
  • security
  • Lücke
  • Cisco
image
Foto: Dirk Scheuble / Unsplash

Der US-Konzern hat eine Reihe von Security-Patches publiziert. Eine Schwachstelle wird mit dem höchsten Schweregrad bewertet und könnte die Remote-Codeausführung ermöglichen.

Cisco hat eine schwerwiegende Sicherheitslücke in seinem Security Firewall Management Center (FMC) bekannt gegeben. Wird die Schwachstelle (CVE-2025-20265) erfolgreich ausgenutzt, könnte ein Angreifer aus der Ferne beliebigen Shell-Befehle einzuschleusen.
Sie Lücke erhält den höchsten CVSS-Schweregrad von 10 Punkten und betrifft die Radius-Implementierung in der FMC-Software. Radius wird von Cisco-Geräten verwendet, um einen sicheren Netzwerkzugriff zu ermöglichen. Es gewährleistet die Überprüfung der Benutzeranmeldedaten und verwaltet gleichzeitig die Ressourcennutzung.
Diese Lücke sei "auf eine unsachgemässe Verarbeitung von Benutzereingaben während der Authentifizierungsphase zurückzuführen", schreibt Cisco im Security Advisory. Ein Angreifer könnte die Schwachstelle ausnutzen, indem er bei der Eingabe der Anmeldedaten für die Authentifizierung auf dem konfigurierten Radius-Server speziell gestaltete Eingaben übermittelt. Ein erfolgreicher Angriff könnte es dem Angreifer ermöglichen, Befehle mit hohen Berechtigungen auszuführen.
Betroffen sind die FMC-Softwareversionen 7.0.7 und 7.7.0, sofern die Radius-Authentifizierung entweder für die webbasierte Verwaltungsoberfläche oder die SSH-Verwaltung aktiviert ist. Cisco stellt Updates bereit, um die Lücke zu schliessen.
Gleichzeitig veröffentlicht Cisco Sicherheitsupdates für rund ein Dutzend weiterer Lücken. Eine davon (CVE-2025-20217) betrifft die Snort 3 Detection Engine und könnte nicht authentifizierten Angreifern ermöglichen, Denial-of-Service-Angriffe auf betroffene Geräte zu starten und so kritische Netzwerkvorgänge zu stören. Laut Ciscos Sicherheitshinweis kann ein Angreifer diese Schwachstelle ausnutzen, indem er speziell manipulierten Datenverkehr über das betroffene Gerät sendet, wodurch das System während der Paketprüfung in eine Endlosschleife gerät. Die Sicherheitslücke könne remote über das Netzwerk ausgenutzt werden, wobei keine Authentifizierung nötig sei.

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

image

Kritische PHP-Lücken gefährden Webserver weltweit

Zwei kritische Schwachstellen in PHP könnten Angreifern ermöglichen, Webserver aus der Ferne zu übernehmen. Die Sicherheitsupdates sollen umgehend eingespielt werden.

publiziert am 21.10.2026
imageAbo

Zürich plant Phishing-Tests für 13'000 Angestellte

Das Amt für Informatik des Kantons Zürich will über 13'000 Verwaltungsangestellte mit Phishing-Simulationen für den Ernstfall sensibilisieren. Dafür soll eine Software angeschafft werden.

publiziert am 21.10.2026
image

Datenleck bei Publica gefährdet auch Sicherheitsbehörden

Der Cyberangriff auf den IT-Dienstleister der Pensionskasse könnte sensible Personendaten von Bundesangestellten betreffen. Die Ransomware-Gruppe Akira soll Lösegeld gefordert haben.

publiziert am 20.10.2026
image

Microsoft Teams wird bevorzugter Angriffsvektor

Vermeintlich vertrauenswürdige Plattformen wie Microsoft Teams werden je länger, je mehr von Cyberkriminellen für Angriffe auf Unternehmensinfrastrukturen missbraucht.

publiziert am 19.10.2026