Die Absätze von klassischer Informationstechnologie in der Schweiz legen in den nächsten Monaten offenbar stark zu. Das Segment IT-Technology ist der Hauptgrund für die Wachstumsaussichten der Informatikfirmen, ist am ICT-Index des Branchenverbandes Swico abzulesen. Die IT-Technology lege +24,4 Punkte auf 122,1 zu, während der Branchenindex insgesamt 3,3 Punkte auf 109,5 steige. In beiden Fällen signalisiere der Wert über 100 ein Wachstum, so Swico.
Zum Sorgenkind der Branche könnte sich das Printing-Geschäft entwickeln. Nur für dieses Segment registriert Swico Anzeichen von Schwäche, die sich in einem Rückgang von -23,9 auf neu 80,5 Punkte äussert. Allerdings waren die vergangenen Quartale auch von einem stetigen Wachstum geprägt. Dem Verband zufolge drücken eine zurückhaltende Investitionstätigkeit und steigende Kosten den Index weit unter die Wachstumsgrenze.
Der Leiter Verbandsdienstleistungen bei Swico, Giancarlo Palmisani, wertet den erneuten Anstieg des ICT-Index als ein erfreuliches Signal. "Die Branche zeigt sich widerstandsfähig und findet nach dem schwächeren zweiten Quartal wieder zu mehr Zuversicht zurück", sagt er beim Blick auf die Indexzahlen. Mit Ausnahme des Printing-Bereichs liegen alle Werte über 100 Punkten, was in den Segmenten Consulting, IT-Services, Software und sogar Consumer Electronics für Wachstum steht.
Jedoch bleibe über alle Segmente hinweg der Druck auf Kosten und Margen eine grosse Herausforderung. Steigende Betriebs- und Personalkosten sowie ein intensiver Wettbewerb würden effiziente Geschäftsmodelle und einen klaren Fokus auf Profitabilität verlangen, so Swico. Für die kommenden Monate bleibe entscheidend, wie Anbieter die Balance zwischen Innovation und wirtschaftlichem Erfolg meistern. Die Voraussetzungen sind dem Verband zufolge intakt, denn die Nachfrage bleibt grundsätzlich stabil.