Cyberangriff auf Stiftsbezirk St. Gallen: Es war Ransomware

29. Oktober 2024 um 13:59
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Foto: Bistum St. Gallen

Über den Angriff auf katholische Institutionen in St. Gallen werden neue Details bekannt. Systeme wurden verschlüsselt, eine Lösegeldforderung ist eingegangen.

Am vergangenen Wochenende wurden die kirchlichen Institutionen im Kanton St. Gallen Opfer eines Cyberangriffs. Betroffen sind zahlreiche Einrichtungen des Stiftsbezirks wie unter anderem das Bischöfliches Ordinariat, die Katholische Administration, die Stiftsbibliothek, das Seminar St. Wiborada und die Pensionskasse der Diözese St. Gallen.
In einer ersten Mitteilung von gestern Montag hiess es, die Institutionen seien weder per E-Mail noch über die gängigen Telefonnummern erreichbar. Einschränkungen gebe es auch für die administrativen Dienste der einzelnen Institutionen. Die Websites seien hingegen normal erreichbar.

Lösegeldforderung in unbekannter Höhe

Heute Dienstag wurde auf diesen Websites eine weitere Mitteilung zum Vorfall publiziert. Daraus wird klar, dass es sich beim Angriff um Ransomware handelte. Die Täterschaft habe sich "widerrechtlich Zugang zum Server der kirchlichen Institutionen im Stiftsbezirk" verschafft. Daten seien verschlüsselt worden.
Die Institutionen bestätigen auch, dass eine "Geldforderung in unbekannter Höhe" vorliege. Ob auch Daten abgeflossen sind, sei Gegenstand der laufenden Untersuchung. Es bestehe aber die Gefahr, dass Daten im Darknet veröffentlicht werden könnten, so die Mitteilung.
"Nach wie vor arbeiten die vom Cyberangriff im Stiftsbezirk St. Gallen betroffenen kirchlichen Institutionen zusammen mit IT- und Cyberspezialisten mit Hochdruck an der Ursachenforschung", heisst es weiter. Weitere Erkenntnisse und Schritte würden zeitnah publiziert.

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