Cyberattacke: Einige Webseiten des Bundes auch heute nicht zugänglich

13. Juni 2023 um 15:19
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Foto: Parlament.ch

Der "ungewöhnlich heftige" DDoS-Angriff auf die Verwaltung hält an. Das NCSC bestätigt eine Verbindung zu Russland.

Am 6. Juni legte ein DDoS-Angriff die Webseite Parlament.ch lahm. Die Angriffe halten auch 6 Tage später noch an und betreffen auch den Onlineauftritt der Bundesverwaltung. Verschiedene Webseiten waren auch heute weiterhin nicht zugänglich. Gemäss dem nationalen Cybersicherheitszentrum NCSC war der Angriff ungewöhnlich heftig.
Zum Angriff hat sich die Hackergruppe "NoName" bekannt. Wie wir bereits gestern geschrieben haben, ist Noname eine pro-russische Gruppierung. Russische Verbindungen bestätigte heute auch das NCSC auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA'. Über die Motive der Hacker könne man nur spekulieren.
Im Hinblick auf die Videoübertragung einer Ansprache des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag, 15. Juni im Nationalratssaal erklärte das NCSC, die Parlamentsdienste würden alles für einen reibungslosen Ablauf unternehmen. Konkrete Angaben über die Massnahmen gibt es aus Sicherheitsgründen nicht.
Allgemein teilte das NCSC mit, die Bundesverwaltung arbeite laufend an ihren Systemen für die digitale Sicherheit. Die DDoS-Attacke auf die Bundesverwaltung und angeschlossene Unternehmen sei von grossem Ausmass und hoher Intensität gewesen.
Mit Material von Keystone-sda


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