Datenschutz: 400 Millionen Dollar Busse für Google

15. November 2022, 09:21
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Foot: Nico Smit / Unsplash

Weil der Konzern "vergass", Nutzer darauf hinzuweisen, dass seine Dienste Positionsdaten sammeln, wurde er zu einer saftigen Busse verknurrt.

In den Untersuchungen kamen Generalstaatsanwälte von 40 Bundesstaaten zum Schluss, dass Google weiter Ortungsdaten von Nutzern sammelte, obwohl sich diese dagegen entschieden hatten. Die Busse in Höhe von 391,5 Millionen Dollar werde zwischen den Bundesstaaten aufgeteilt, wie aus einer Mitteilung der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hervorgeht.
Die Generalstaatsanwälte kritisierten, Google habe Nutzerinnen und Nutzern zwar die Möglichkeit gegeben, die Speicherung ihrer Ortungsdaten abzulehnen. Sie seien jedoch nicht darauf hingewiesen worden, dass Google-Apps automatisch Positionsdaten erhoben.

Rekordbusse für Datenschutzvergehen

Google hat der Zahlung der Strafe zugestimmt und verpflichtete sich in der Vereinbarung mit den Generalstaatsanwälten auch, die Nutzerschaft besser über die Sammlung ihrer Ortungsdaten und Möglichkeiten, dies abzustellen, zu informieren. Ein Google-Sprecher sagte der 'New York Times', bei der Untersuchung sei es um bereits vor Jahren geänderte Verfahren gegangen.
Die Busse stellt laut den Anwälten einen US-Rekord für einen Datenschutzfall in mehreren Bundesstaaten dar. Wie das 'Wall Street Journal' (Paywall) berichtet, will die Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) die Regeln für die Online-Überwachung verschärfen. Ausserdem erwäge der Kongress, den Amerikanerinnen und Amerikanern mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben.

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