Der Finanzplatz Schweiz will sich mit einer Krisenkoordinationszelle für einem gezielten Cyberangriff wappnen. Das Gremium sei vom Swiss Financial Sector Cyber Security Centre (Swiss FS-CSC) aufgebaut worden und habe erste Notfallübungen erfolgreich bestanden, teilt das Swiss FS-CSC mit. Die Krisenkoordinationszelle existisiert seit Ende 2023 und hat seither drei Übungen durchgeführt.
Die Krisenkoordinationszelle setzt sich aus Vertretenden der wichtigsten Stakeholder des Schweizer Finanzplatzes zusammen: Die Mitglieder bekleiden Business-Resilience- und COO- oder andere hohe Management-Funktionen in systemrelevanten Banken der Schweiz, bei grossen Versicherern, beim Bundesamt für Cybersicherheit, bei der Schweizerischen Nationalbank, beim Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen, der SIX und bei Verbänden der Schweizer und Liechtensteiner Finanzinstitute. Wie es in der Mitteilung heisst, übernehme das Gremium in einer systemischen Cyberkrise die Koordination zur Schadensbegrenzung und zur Wiederherstellung der kritischen Dienstleistungen und Prozesse.
In Cyberübungen hat sich die Krisenkoordinationszelle bereits bewährt, so die Mitteilung. "Die Übungen unterstützen den Finanzplatz dabei, im Fall einer Cyberkrise bereit zu sein, koordiniert und rasch zu reagieren, um den Schaden für die Volkswirtschaft zu minimieren", sagt Alexandra Arni, Geschäftsführerin von Swiss FS-CSC. "Die Übungen und deren Vorbereitung tragen aber auch dazu bei, zu verstehen, wie wir uns noch besser vor Cyberrisiken schützen, damit ein Cyberangriff gar nicht erst eine systemische Krise auslöst."
Update 13.5: Swiss FS-CSC weist darauf hin, dass in der Mitteilung nicht explizit erwähnt wurde, dass die Krisenkoordinationszelle bereits seit 2023 existiert und nicht mit der aktuellen Übung neu eingeführt wurde. Lead und Artikeltext wurden entsprechend angepasst.