Salt ist Ziel einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS) geworden. Das bestätigte der Telekomanbieter gegenüber der Zeitung 'Le Temps'. Kundinnen und Kunden hatten am Freitag, 15. Mai, ab etwa 19 Uhr während mehreren Minuten Probleme mit der Internetverbindung im Festnetz festgestellt.
Gemäss Salt dauerte die Störung rund 40 Minuten. "Es handelte sich um einen externen DDoS-Angriff", erklärte Unternehmenssprecherin Ana Biljaka gegenüber '
Le Temps' (Paywall). Die technischen Teams hätten rasch reagiert und Schutzmassnahmen aktiviert, um die Auswirkungen zu begrenzen und die Dienste wiederherzustellen.
Vom Angriff betroffen waren laut Salt ausschliesslich die Festnetzdienste. Das Mobilfunknetz des Unternehmens sei nicht beeinträchtigt gewesen. Allerdings konnten Kunden und Kundinnen anderer Anbieter zeitweise keine Salt-Abonnenten erreichen. Wer hinter dem Angriff auf Salt steckt, ist bislang unklar. Auch zu möglichen Motiven machte das Unternehmen keine Angaben.
Der Vorfall verdeutlicht erneut die Bedeutung von Cyberresilienz bei kritischen Infrastrukturen. Telekomanbieter gelten in der Schweiz ebenso als kritische Infrastruktur wie etwa Energieversorger, Flughäfen oder die SBB.
Seit dem 1. April 2025 müssen Betreiber solcher Infrastrukturen Cyberangriffe innerhalb von 24 Stunden dem Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) melden.