Aufregung um Schweizer Messenger-App Threema

23. November 2015 um 12:48
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Die Schweizer Messaging-App Threema geriet dieses Wochenende in die Schlagzeilen.

Die Schweizer Messaging-App Threema geriet dieses Wochenende in die Schlagzeilen. Gestern titelte die 'Sonntagszeitung': "Bundespolizei will Threema-Daten". Mit Berufung auf das 'East Media Research Institute' (MEMRI) schreibt die Zeitung, die End-to-End-verschlüsselte App des Schwyzer Startups werde in IS-Handbüchern wegen dem Sicherheitskonzept gelobt und gehöre bei den Jihadisten zu den beliebtesten Apps. Und so griffen verschiedene Medien im In- und Ausland die Meldung auf.
Laut einem MEMRI-Bericht von diesem Sommer verwenden Terrororganisationen neben Threema noch zahlreiche weitere Messaging-Dienste, etwa Surespot, Telegram, MyEnigma oder auch Wickr und Chatsecure. Allesamt, gemäss eigenen Angaben, End-to-End verschlüsselt.
Wie die 'Sonntagszeitung' zudem von einer nicht genannten Quelle wissen will, habe das Bundesamt für Polizei (Fedpol) von Threema in mindestens einem Fall Informationen über Nutzer haben wollen. Demnach hätten die Ermittler Schlüssel verlangt, um die Kommunikation von verdächtigen Personen zu decodieren. Das Bundesamt nahm gegenüber der Zeitung keine Stellung dazu.
Wie Threema-CCO Roman Flepp in einer Mitteilung schreibt, habe weder das Fedpol, noch der NDB je die Herausgabe von Schlüsseln gefordert. Er betont ausserdem, dass die Problematik Dutzende weitere Kommunikationsmittel betrifft. (kjo)

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