Nach der Entlassungs- und Sparrunde bei Mozilla hatte das Rust-Core-Team angekündigt, für die Programmiersprache bis Ende 2020
eine eigene Stiftung zu gründen. Rust war ursprünglich 2010 als ein Mozilla-Forschungsprojekt konzipiert worden.
Zu den Unterstützern von Rust gehört seit längerem AWS. 2019 hatte der Cloud-Anbieter ein Förderprogramm für Rust eingeführt. AWS nutzt Rust selber in Diensten wie Lambda, EC2 oder S3. Nun soll das Engagement beim Open-Source-Projekt ausgebaut werden, wie in
einem Blogbeitrag mit dem Titel "Warum AWS Rust liebt und wie wir helfen möchten" angekündigt wird.
Matt Asay, Head of Open Source Strategy bei AWS, schreibt dort: "AWS hat Rust nicht gestartet oder zu dem Erfolg gemacht, der es heute ist, aber wir möchten zu seinem zukünftigen Erfolg beitragen. Wir sind davon überzeugt, dass Investitionen in das breitere Rust-Ökosystem unseren Kunden und denen helfen, die möglicherweise nie zu unseren Kunden werden. Das ist okay. So soll Open Source funktionieren."
Angesichts der Abhängigkeit von Rust brauche AWS, genau wie bei Java und anderen grundlegenden Technologien, interne Rust-Expertise. Man baue zunehmend kritische Infrastrukturen wie den Firecracker-VMM mit Rust auf. "Die Einstellung von Entwicklern, die direkt an Rust arbeiten, ermöglicht es uns, Rust in einer Weise zu verbessern, die für uns und unsere Kunden von Bedeutung ist, und zum Wachstum der gesamten Rust-Gemeinschaft beizutragen."
Zu den Entwicklern, die AWS neu spezifisch für Rust eingestellt hat, gehört auch ein langjähriges Kernmitglied des Projekts. Felix Klock war seit 2013 als Compiler Developer im Rust-Team und zuletzt in dessen Co-Leitung tätig. Seit Oktober arbeitet er nun als Principal Software Engineer in Vollzeit beim Cloud-Anbieter.