Christoph Kleinsorg ist CIO des Jahres 2017

27. September 2017 um 11:36
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Mit Swissport-CIO Christoph Kleinsorg gewinnt ein alter Bekannter der Schweizer IT-Welt den CIO Award.

Gestern Abend wurde der CIO Award 2017 in Zürich verliehen. Neben Kleinsorg wurden Sascha Schick (Amcor Group), Urs Widmer (Huber+Suhner), Stéphane Rey (Lombard Odier), Martin Schellenberg (Stadt Zürich) und Marc Besson (Visilab) als Top-CIOs ausgezeichnet.
Er sei gestern Abend völlig überrascht worden, sagt Christoph Kleinsorg, frischgebackener Schweizer CIO des Jahres 2017, heute in einem kurzen Telefonat mit inside-it.ch. Kleinsorg wurde gestern Abend im Rahmen des Swiss CIO & IT-Manager Summit in Zürich ausgezeichnet.
"Ich werde die Auszeichnung mit meinem Team teilen. Sie ist eine Bestätigung, dass wir mit der Transformation der Informatik von Swissport auf dem richtigen Weg sind," so der Top-IT-Manager. Die Auszeichnung wurde im Konzern offenbar wahrgenommen. Kleinsorg erhielt heute Morgen einen Anruf des CEO.
Die Transformation der Informatik von Swissport ist in der Tat eine Herkules-Aufgabe. Denn der Airport-Dienstleister ist in den letzten Jahren durch Akquisitionen massiv gewachsen, wechselte selbst auch mehrfach den Besitzer und gehört heute zum chinesischen Logistik-Giganten HNA Group. Der Konzern beschäftigt weltweit 62'000 Mitarbeitende, die Informatik ist im Vergleich dazu winzig und mit 200 Standorten in 45 Ländern dazu auch noch extrem verteilt.
Experte für Transportindustrie
Kleinsorg ist Experte für Informatik in der Transportindustrie und insbesondere Luftfahrt, denn er kam über Atraxis zu EDS und später HP, wo er zuletzt im EMEA-Raum für das Business mit der Transportindustrie verantwortlich war. 2014 ging er dann als Group CIO zu Swissport. Der Flughafen-Dienstleister hat wie die ehemalige Atraxis auch, seine Ursprünge im untergegangenen Swissair-Konzern.
Kleinsorgs Strategie
Der Swissport-CIO treibt die Transformation in vier Säulen voran: Infrastruktur, Applikationen, Prozesse und People. Bei den ersten zwei Säulen geht es um Zentralisierung und Standardisierung. Die Maturität und Stabilität der Swissport-IT sei aufgrund der Geschichte noch zu gering, sagt Keinsorg offen. Weiter werden IT-Prozesse definiert und standardisiert und man definiert die Rollen der ICT-Mitarbeitenden. Kleinsorg betont, dass es im Transformationsprozess nicht darum gehe, Stellen abzubauen. Die Zahl der ICT-Stellen wachse eher.
Letztes Jahr hat Swissport den Auftrag für die Standardisierung und den Betrieb der Rechenzentren neu ausgeschrieben. Der Deal ging von HPE an TCS. HPE hatte den Deal mit der Übernahme von EDS (inklusive der ehemaligen Atraxis) "geerbt".
Modernisierung schafft Akzeptanz, Informatik-Zentralisierung als Pilotprojekt
Kleinsorg zentralisiert und standardisiert nicht nur, er modernisiert die Swissport-IT gleichzeitig. So wurden 16'000 Mitarbeitende mit Office 365 und Skype for Business ausgerüstet. Nun gibt es konzernweit ein Active Directory und die Kommunikation innerhalb des Konzerns ist einfacher und wesentlich günstiger. Die Modernisierung der Arbeitsplätze der Mitarbeitenden habe für viel Akzeptanz gesorgt, sagt Kleinsorg.
Die Zentralisierung und Modernisierung der Informatik-Organisation des weltweit enorm verteilten Konzerns ist auch ein Pilotprojekt. Denn später sollen auch das Rechnungswesen und die HR-Abteilung einerseits mit einer erneuerten Plattform (SAP) ausgerüstet und andererseits zentralisiert werden.
Das sind die Top-CIOs 2017
Die Evaluation des Gewinners der CIO Awards sei schwierig gewesen, so Andreas Toggwyler vom Beratungshaus EY, das das Event und den Award seit vielen Jahren unterstützt. Es habe mehr und bessere Bewerbungen denn je gegeben.
Neben Kleinsorg wurden Sascha Schick von der Amcor Group, Urs Widmer von Huber+Suhner, Stéphane Rey von Lombard Odier Investment Managers, Martin Schellenberg von Schutz und Rettung der Stadt Zürich und Marc Besson von Visilab SA als Top CIOs ausgezeichnet. (Christoph Hugenschmidt)
(Interessenbindung: Wir sind Medienpartner des Swiss CIO Awards.)

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