Clop-Ransomware-Bande bereits wieder aktiv

23. Juni 2021 um 10:15
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Die Razzia der ukrainischen Polizei hat die Bande nur wenige Tage lang gebremst.

In der vergangenen Woche hat die ukrainische Polizei zusammen mit Polizisten aus den USA und Süd-Korea in der Ukraine eine Aktion gegen die Ransomware-Bande Clop durchgeführt. Es seien Personen verhaftet und Server und Bargeld beschlagnahmt worden, meldeten die Ukrainer. Zudem habe man die Infrastruktur abgeschaltet, die seit mindestens 2019 für Angriffe auf Opfer weltweit genutzt werde, hiess es in einer Mitteilung der Behörde. Und auch die Kanäle für die Legalisierung von Kryptowährungen habe man blockieren können.
Nicht einmal eine Woche später ist die Clop-Bande aber bereits wieder aktiv geworden. Wie 'Bleepingcomputer' meldet, hat die Bande bereits wieder Daten von zwei neuen Opfern auf ihrer Site für Daten-Leaks veröffentlicht. Die Wirkung der Razzia ist also sehr schnell verpufft.
Schon letzte Woche hatte das Security-Unternehmen Intel 471 gesagt, dass es der Polizei wahrscheinlich nur gelungen sei, Personen zu verhaften, die für die Clop-Bande Geld gewaschen haben. Die Kernmitglieder der Clop-Bande würden sich aber wahrscheinlich in Russland befinden.
Auch der Schlag gegen die Clop-Infrastruktur in der Ukraine scheint nur kurz gewirkt zu haben.
Es ist natürlich gut, dass überhaupt ein Schlag gegen eine Ransomware-Bande gelungen ist, und die Razzia in der Ukraine ist nur ein Beispiel. In diesem Jahr gelang es der bulgarischen Polizei, Server der Netwalker-Bande zu beschlagnahmen, in der Ukraine selbst wurden Mitglieder der Egregor-Bande verhaftet, und das FBI konnte einen Entwickler festnehmen, der eine neue Ransomware bauen sollte.
Aber trotz der gelegentlichen Erfolge der Strafverfolgungsbehörden ist die Zahl der gezielten Ransomware-Angriffe auf Unternehmen in den letzten Monaten stark gewachsen.

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