Das Schweizer Unternehmen ist Anfang Juli Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden.
400'000 Dollar in Kryptowährungen forderten die Kriminellen, wie das Unternehmen erklärte. Zunächst hiess es, Lösegeld werde nicht bezahlt, man arbeite mit externen Security-Spezialisten an der Wiederherstellung der Systeme. Einige Tage nach dem Vorfall informierte Comparis zudem darüber, dass die Systeme grossteils wieder hergestellt seien, auch die Website des Vergleichsdienst war wieder zu erreichen.
Nun berichtet '
Inside Paradeplatz' allerdings, dass Comparis doch auf die Forderungen der Hacker eingegangen sei, zumindest teilweise. Man habe "eine Einigung" mit den Angreifern gefunden, bestätigt Comparis auf Anfrage von inside-it.ch.
Durch die Einigung habe man einen operativ essenziellen Teilbereich entschlüsseln können, der teils gar nicht, und teils nur mit sehr grossen Aufwänden wiederhergestellt werden könnte. Ausgewählte geschäftsrelevante operative Prozesse wären über einen längeren Zeitraum nicht durchführbar gewesen, fügt die Unternehmenssprecherin zur Begründung an, ohne weitere Details zu nennen.
Wer hinter dem Angriff steht, ist nicht bekannt. Comparis geht davon aus, dass es sich nicht um einen gezielten Angriff gehandelt hat, sondern die Ausnutzung von einer weiter verbreiteten Schwachstelle. Die Zugangsstelle sei nun aber dauerhaft verschlossen. Ausserdem seien zusätzliche Sicherheitsmassnahmen ergriffen worden.
Comparis hat Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.