Das Kommen und Gehen von IT-Profs an den ETHs

14. Mai 2020 um 15:14
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Die ETH Zürich kriegt einen Professor für Soziale Netzwerke. Die EPFL verliert einen Kryptographie-Spezialisten.

 Der ETH-Rat hat für die beiden Hochschulen 11 neue Professorinnen und Professoren ernannt. Darunter auch solche aus Informatik-nahen Bereichen. Die EPFL verabschiedet einen ordentlichen IT-Professor.
Christoph Stadtfeld wird zum ausserordentlichen Professor für Soziale Netzwerke an der ETH Zürich ernannt. Er beschäftige sich mit der Entstehung, Entwicklung und Dynamik von Sozialen Netzwerken sowie deren Auswirkungen auf Individuen. Sein Merkmal sei das interdisziplinäre Forschungsprofil, insbesondere in den Bereichen Informatik, Statistik und Sozialforschung, teilt die Hochschule mit.
Giuseppe Carleo stösst vom Flatiron Institute in New York als Assistenzprofessor für Physik zur EPFL. Er habe unter anderem eine Software für maschinelles Lernen entwickelt, mit deren Hilfe ein Computer den Quantenzustand eines komplexen physikalischen Systems aufgrund experimenteller Beobachtungen "lernen" und die Ergebnisse hypothetischer Messungen vorhersagen könne.
Martin Mächler, zurzeit Lehrbeauftragter am Departement Mathematik der ETH Zürich, wird zum Titularprofessor ernannt. Er sei eine weltweit herausragende Persönlichkeit an der Schnittstelle von Statistical Computing, Software-Entwicklung und methodologischer Forschung in Statistik, so die ETH. Mächler gilt als Pionier bei der Begründung und Entwicklung der statistischen Programmiersprache R.
Mohammad Amin Shokrollahi, ordentlicher Professor für Mathematik und Informatik, verlässt die EPFL auf Ende Mai. Shokrollahis Forschung fokussierte sich auf Kodierungstheorie, Komplexitätstheorie, Kryptografie und algorithmische Zahlentheorie. Er sei Miterfinder der Tornado-Codes sowie Erfinder der Raptor-Codes und besitze mehrere Patente im Gebiet der iterativen Dekodierung, teilt die ETH mit. Er will sich nun ganz seiner Firma Kandou Bus widmen.

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