Der Verkehr in Florenz soll smarter werden

3. Juni 2021 um 15:40
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Mit smarten Trams, Ampeln und KI testet die Stadt, wie eine sicherere und umweltfreundliche Smart City sein könnte.

Smarte Trams sind nun auf den Strassen von Florenz unterwegs im Rahmen eines Experiments, dass die Mobilität und die Nachhaltigkeit des ÖVs verbessern soll.
Die Trams sind Teil eines EU-finanzierten Projekts namens "Elastic", das mit Echtzeit-Standortinformationen und Gefahrenerkennung die Smart City der Zukunft testet.
Drei Florentiner Trams wurden deshalb mit Sensoren ausgestattet, darunter Kameras und Sensoren, die Geschwindigkeit und Ausrichtung eines Fahrzeugs messen. Zudem komme Lidar-Technologie zum Einsatz, die mit dreidimensionalen Laserscanning Distanzen zu Objekten messen soll.
"Belebte städtische Räume brauchen innovative Transportlösungen und Smart-City-Anwendungen. Damit ist die Grundlage für unseren nächsten Schritt gelegt: die aktive Interaktion zwischen den Fahrzeugen und der Stadt", erklärt Eduardo Quiñones, leitender Forscher am Barcelona Supercomputing Center (BSC) und Koordinator von Elastic, in einer Pressemitteilung.
Das Experiment arbeitet an der Schaffung sogenannter "Smart Zones", die Daten von Trams, Strassenverkehr und Trottoirs kombinieren. Es soll möglich werden, in Echtzeit Hindernisse auf der Strecke oder an Haltestellen zu entdecken und die Bewegungen von Personen und Fahrzeugen zu analysieren.
Damit hofft man, die Zahl der Unfälle mit Trams in Florenz um ein Viertel zu reduzieren, den Verkehrsfluss in der Stadt um 5% zu verbessern und die Wartungskosten des Verkehrssystems um 30% zu senken.
Die Städte nachhaltiger zu machen, indem die Nutzung von Privatfahrzeugen reduziert wird, bilde den Kern des Projekts.
Gleichzeitig hat die italienische Stadt auch die Installation von smarten Ampeln genehmigt, die in der Lage sein werden, Verstösse an Kreuzungen zu erkennen. Das Projekt, das 120'000 Euro kosten wird, besteht aus einem KI-System, das mit Hilfe von hochauflösenden Kameras die Fahrzeuge beobachtet und falsches Verhalten – das Überfahren einer roten Ampel oder falsches Abbiegen – identifiziert.

Schweiz hat Nachholbedarf

In der Schweiz testet Freiburg derweil autonome Busse, und analysiert in einem Pilotprojekt Verkehrsflüsse mit einer eigenen Plattform mit der Stadt Bulle zusammen.
Eine aktuelle Schweizer Smart-City-Studie zeigt derweil, dass der Term hierzulande zwar kein Fremdwort ist, aber es bestehe noch Nachholbedarf, so die Kernaussage.

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