IBM und Palantir entwickeln gemeinsame KI-Lösung

1. März 2021, 13:59
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Die beiden Unternehmen haben sich zusammengetan, um KI-Anwendungen für hybride Cloud-Datenplattformen verfügbar zu machen.

Im März dieses Jahres soll "Palantir for IBM Cloud Pak for Data" verfügbar sein. Damit soll es möglich werden, ohne vertiefte technische Kenntnisse die Datenbestände in hybriden Cloud-Umgebungen zu erschliessen und nutzbar zu machen. In einer Mitteilung wird dazu erklärt, dass für das neue Analyse-Werkzeug die auf den Privatsektor zugeschnittene Software Foundry von Palantir mit der hybriden Cloud-Datenplattform Cloud Pak for Data von IBM, deren KI-Lösung Watson plus die Container-Bereitsstellungsplattform Red Hat OpenShift integriert werden.
Der Vorteil der Kooperation sei, dass die Software von Palantir wenig bis gar keine Codierung benötige und so auch von wenig technikaffinen Mitarbeitenden genutzt werden könne, hielt IBM gegenüber 'Bloomberg' fest. Um das Cloud- und KI-Geschäft auszubauen, müsse man die Hälfte des Umsatzes durch Partnerschaften wie diejenige mit Palantir erzielen, so IBM weiter.
Keine Rede ist in der Mitteilung der Big-Data-Analysten von der Palantir-Software Gotham, die auf die Bedürfnisse von Nachrichtendiensten zugeschnitten ist. Im Fokus der Partnerschaft stehen jedenfalls keine Regierungen, sondern Branchen, die grosse Datenmengen verwalten. Konkret genannt werden in der Mitteilung der Einzelhandel, Finanzdienstleister, die Fertigungsbranche, das Gesundheitswesen und die Telcos.

Sales-Kapazitäten werden ausgebaut

Laut 'Bloomberg' war Palantir zuletzt zwar mit Regierungsaufträgen gewachsen, doch das kommerzielle Business konnte damit nicht Schritt halten. Deshalb sei die Partnerschaft auch für Palantir bedeutungsvoll. Denn sie erschliesse dem wegen seiner Nähe zu diversen Geheimdiensten umstrittenen Unternehmen neue Verkaufskanäle und Manpower im Sales. Dort habe man nun dank IBM Zugang zu einem Vertriebsteam mit mehr als 2500 Mitarbeitenden. Ausserdem soll im Rahmen der Partnerschaft der Direktverkauf von Palantir von 30 auf etwa 100 Mitarbeitende mehr als verdreifacht werden. Laut dem Bericht eine beachtliche Steigerung für ein Unternehmen, dessen Management sich einst damit rühmte, keinen einzigen Vertriebsmitarbeiter zu beschäftigen.

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