Schwedens Zentralbank, die Riksbank, hat die nächste, dritte Phase ihres digitalen Währungsprojekts E-Krona gestartet. "Die E-Krona könnte eine moderne Krone in elektronischer Form als Ergänzung zum physischen Bargeld werden", glaubt die Zentralbank.
Das Phase-3-Modul des Pilotprojekts wird in Zusammenarbeit mit Accenture durchgeführt und dient laut Mitteilung der Erprobung von Zahlungs-, Einzahlungs- und Überweisungsmöglichkeiten für die digitale E-Krona. Simulierte Benutzer sollen dabei in der Lage sein, E-Krona in einer digitalen Wallet zu halten und Standardtransaktionen wie Zahlungen, Einzahlungen und Geldabhebungen über eine mobile App durchführen.
Seit 2017 arbeitet die Zentralbank am Projekt E-Krona, einer Lösung für eine "Central Bank Digital Currency" (CBDC) weil sie das Verschwinden von Bargeld antizipieren will. Sie hat damit
laut 'Computerweekly.com' eine neue Welle von Aktivitäten nordischer Fintech-Unternehmen ausgelöst.
Die technische Umsetzung in Schweden basiere auf einer
Blockchain-Lösung und der Corda-Plattform der Firma R3. Funktioniert der bis Februar 2021 befristete Pilotversuch und wird die E-Krona tatsächlich lanciert, so liegt dann vieles bei den schwedischen Konsumenten. Der schwedische Einzel- und Grosshandelsverband hat prognostiziert, dass 50% seiner Mitglieder im Einzelhandel nach 2025 kein Bargeld mehr als Zahlungsmittel akzeptieren wollen.
Zum jetzigen Zeitpunkt betrachtet die Riksbank die E-Krone als eine de facto digitale Zentralbankwährung (CBDC), die das Bargeld nicht ersetzen, sondern ergänzen würde.
Die Schweizer Nationalbank SNB hat einen digitalen Franken erfolgreich getestet, wie sie kürzlich bekannt gab. Dabei handelte es sich aber um eine
auf Finanzinstitute beschränkte "Wholesale"-Währung, nicht um eine allgemein benutzbare "Retail"-Digitalwährung.