Die Schweiz hat ein neues Nationales Zentrum für Cybersicherheit (National Cyber Security Centre - NCSC), dies meldet der Bundesrat. Es sei das zentrale Kompetenzzentrum des Bundes für Cybersicherheit "und damit erste Anlaufstelle für die Wirtschaft, Verwaltung, Bildungseinrichtungen und die Bevölkerung". Aber das NCSC soll auch intern Einfluss nehmen und die Sicherheit der Bundes-Informatik erhöhen.
Zum NCSC gehören unter anderem die Anlaufstelle Melani und das Schweizer Computer Emergency Response Team (GovCERT). Ebenfalls wird der Bereich IKT-Sicherheit Bund der neuen Organisation angegliedert. Letzterer soll Vorgaben zur Cybersicherheit innerhalb der Bundesverwaltung erlassen und deren Einhaltung überprüfen. Und nötigenfalls Opfern von Cyberangriffen beim Bund auch Hilfestellung leisten.
Zudem kann die NCSC-Geschäftsstelle auf einen Pool an Security-Experten zurückgreifen, welche die Fachämter des Bundes unterstützen können.
Mindestens 11 Security-Spezialisten werden zusätzlich beim NCSC angesiedelt, wie
das EFD gegenüber inside-it.ch kürzlich festhielt.
Die Geschäftsstelle hat starke kommunikative Aufgaben, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Sie werde aktiv kommunizieren und muss von "Externen" als zentrale Anlaufstelle wahrgenommen werden. In der Geschäftsstelle sind auch Know-how rund um politische Geschäfte und Projektmanagement angesiedelt, wie aus dem Organigramm hervorgeht.
Die Zentralisierung von Aufgaben und Kompetenzen im NCSC soll die Cyber-Security stärken, aber auch Doppelspurigkeiten verhindern und die Koordination über die sieben Departemente und rund 50 Bundesämter hinweg sicherstellen.
Das NCSC kann man als
Teil einer grösseren Reorganisation bei den Zuständigkeiten und Zuordnungen der Digitalisierung bei Bund und Kantonen sehen, die auch das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB), das BIT und die Schweizerische Informatik-Konferenz SIK neu ausrichten wird.