Microsoft hat ein One-Klick-Tool veröffentlicht, mit dem IT-Administratoren die kürzlich bekannt gewordene Schwachstelle in Exchange On-Premises entschärfen können.
Das Exchange On-Premises Mitigation Tool (EOMT) soll vor allem kleineren Unternehmen, die über wenig Security-Ressourcen verfügen, bei der Sicherung ihrer Exchange-Server unterstützen. "Dies ist der effektivste Weg, um Ihre Exchange-Server vor dem Patchen zu schützen", heisst es dazu auf der Github-Seite, auf der das
Tool zum Download bereitsteht. Microsoft empfiehlt das EOMT-Skript anstelle des zuvor publizierten Skript "ExchangeMitigations.ps1".
Das EOMT prüfe, ob der Server für die ProxyLogon-Schwachstellen anfällig ist und beseitige die
Lücke CVE-2021-26855 automatisch. Ausserdem lade es den Microsoft-Safety-Scanner herunter und führe ihn aus, um bekannte Web-Shells und andere bösartige Skripte zu entfernen, die über diese Sicherheitslücken installiert wurden. Das Skript entferne dann alle gefundenen bösartigen Dateien.
Das Skript sei vollständig automatisiert und verwende bekannte, bereits dokumentierte Abhilfemethoden. Das Tool sei in Exchange Server 2013, 2016 und 2019 getestet worden. Man habe keine Auswirkungen auf die Funktionalität beobachtet, versichert Microsoft.
Die Redmonder empfehlen Anwendern, das EOMT baldmöglichst auszuführen. Dies gelte auch für jene Unternehmen, die die Patches eingespielt haben, aber noch nicht überprüft haben, ob ihre Systeme kompromittiert wurden.
Im Blogeintrag betont Microsoft, dass das Tool kein Ersatz für Patches, sondern eine Zwischenlösung sei, bis Anwender
ihre Exchange Server vollständig aktualisieren können. Ausserdem sei das Tool zwar wirksam gegen Angriffe, die man bislang beobachtet habe, was nicht bedeute, dass es alle möglichen zukünftigen Attacken abwehren könne.