SIX pusht das Open-Banking mit Luxemburger Partner

15. September 2020 um 15:50
  • six
  • fintech
  • technologien
  • finanzindustrie
image

Mit der Partnerschaft mit dem Open-Banking-Dienstleister Luxhub will SIX seine API-Dienstleistungen ausbauen.

SIX will sein Open-Banking-Angebot in der Schweiz mit jenem von Luxhub erweitern. Der Börsenbetreiber spricht von einem logischen Schritt, bei dem es darum gehe, "innovative und praktikable Anwendungsfälle aus Europa" hierzulande vorzustellen. So soll die strategische Partnerschaft ermöglichen, im Swiss Open Banking Hub "b.Link" von SIX weitere bewährte Technologie zu implementieren.
Open Banking, die gemeinsame Nutzung der Kundendaten von Banken und Drittanbietern über offen standardisierte Schnittstellen, wird in der EU mit der PSD2-Regelung forciert. EU-Banken hätten aber damit begonnen, Dienstleistungen über API-Schnittstellen anzubieten, deren Umfang über die PSD2-Verordnung hinausgingen, heisst es von Six. Sie würden mit Fintechs und Dienstleistern zunehmend neue Mehrwertdienste entwickeln und testen. Damit solche Innovationen auch Schweizer Kunden zugänglich werde, arbeite man mit Luxhub zusammen, so SIX. 
Seinen eigenen Open Banking Hub hatte der Börsenbetreiber im Mai 2020 lanciert, er ist einer von mehreren in der Schweiz. Neu dürfte sein, dass das b.Link-Portfolio nun auch EU-Angebote liefert, mit denen sich für alle Beteiligten die Komplexität und der Gesamtaufwand reduzieren lässt. Dies wird denn auch versprochen.

B-Link-Ausbau

Als erstes konkretes Resultat der neuen Partnerschaft nennt Six die Optimierung des Benutzererlebnisses für b.Link-Kunden. Dazu werde man in der ersten Jahreshälfte 2021 ein b.Link-Portal auf Basis der Luxhub-Technologie einführen. "Dort können potenzielle Benutzer die verfügbaren Anwendungsfälle und APIs einsehen und sie anhand von Testdaten in einer Sandbox testen", so SIX. Das erlaube künftige Anwendungsfälle vor ihrer Implementierung zu simulieren.
Ausserdem kündigt SIX mit dem sogenannten "Consent as a Service" Sicherheitsfunktionen als Dienstleistung über die Plattform an. Das reduziere den Aufwand für den Einstieg in b.Link und ermögliche SIX selber eine schnellere Skalierung der Plattform, heisst es dazu.

Loading

Mehr zum Thema

image

Business Bytes: 
 Technologie allein gewinnt keine Meisterschaft

Im Format Business Bytes äussert sich Urs Lehner, Head of Swisscom Business Customers, zu aktuellen Mythen aus dem ICT-Universum. Thema dieser Folge: Die Rolle des Mindsets in Zeiten von Wandel und Technologie und was am Ende den Unterschied macht.

imageAbo

Schweizerisches Nationalmuseum gibt Einblick in Digitalprojekte

Das Nationalmuseum hat einen neuen Leiter für Digitale Transformation ernannt. Die Institution erläutert den Stand ihrer Digitalisierung.

publiziert am 12.6.2026
image

KI-Rechenzentren kosten Strom, Wasser und Fläche

Bis 2030 soll der Wasserverbrauch von KI dem jährlichen Bedarf von 1,3 Milliarden Menschen entsprechen. Laut einem Bericht ist der KI-Fussabdruck falsch gemessen.

publiziert am 11.6.2026
image

Schweizer Banken setzen auf Automatisierung statt Stellenabbau

Der Kostendruck auf die IT von Schweizer Retailbanken bleibt hoch. Um Ausgaben zu senken, setzen die Institute vor allem auf Automatisierung, Standardisierung und Kooperationen.

publiziert am 10.6.2026