Swisscom beerdigt seine Dropbox-Konkurrenz

27. Januar 2021 um 14:51
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Der Telco versuchte 7 lange Jahre, einen Cloud-Service zu etablieren. Es gelang nicht.

Das Erfolgs-Mantra "Fail fast, fail often" gilt nicht für Swisscom, denn ein Angebot des Telcos lebte immerhin mehr als 7 Jahre, bis es als gescheitert erklärt wurde und bald beerdigt wird. Es handelt sich um den Cloud-Service namens "Docsafe", der Ende März 2021 so still und leise eingestellt wird, wie er Ende 2013 lanciert wurde.
Mit Docsafe versuchte der Telco unter anderem Dropbox Marktanteile abzunehmen, beziehungsweise mehr zu bieten als die Amerikaner.
Der Swisscom-Traum lautete, dass Dienstleister wie Versicherungen, Banken, Elektrizitätswerke und Krankenkassen ihre Dokumente direkt in den persönlichen Docsafe ihrer Kunden liefern. Der Kunde könne über PC, Mobiltelefon und Tablet jederzeit darauf Zugriff haben, erklärte uns der Pressesprecher damals.
Wie viele Nutzer Docsafe hatte, ist unbekannt, aber es können nicht Hunderttausende gewesen sein, und nur gerade 7860 Menschen haben sich in den letzten 7 Jahren für den Werbefilm auf YouTube interessiert.
Statt einer erhofften Einnahmequelle mit einem Freemium-Business-Modell bleibt nur noch ein Kundenbindungstool übrig, mit dem man Fotos und Videos online in der Cloud speichern kann.
Swisscom kann sich immerhin damit trösten, dass Dropbox grosse Probleme hat und kürzlich ankündigte, man entlasse 11% der Mitarbeitenden.

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