Deutsche Hilfe für Schweizer Drohnen

15. April 2024 um 12:33
image
Thomas Rothacher, Armasuisse, Manuel Metz, Skysec Defence, Urs Loher, Armasuisse, Michael Sporer, Diehl Defence, Hardy Grimm, Diehl Defence, Franco Metz, Skysec Defence, Markus Höpflinger, Armasuisse. Foto: VBS

Der deutsche Rüstungskonzern Diehl Defence soll Drohnen des Schweizer Unternehmens Skysec Defence zur militärischen Drohnenabwehr weiter entwickeln.

Die Kooperationsvereinbarung zwischen dem deutschen Rüstungskonzern Diehl Defence und der Schweizer Firma Skysec Defence wurde anlässlich eines Treffens von Rüstungschef Urs Loher mit Schweizer Drohnenfirmen unterzeichnet. Loher und eine Armasuisse-Delegation liessen sich Ende vergangener Woche in Aadorf (TG) von den Firmen PMRobotics, Skysec, Skysec Defence und der deutschen Diehl Defence über Schweizer Drohnentechnologie informieren.

Drohnen sind aus militärischen Konflikten nicht mehr wegzudenken

PMRobotics baut Drohnen, welche als Ziele für Flugabwehr-Systeme dienen. Skysec arbeitet an Drohen zur Abwehr anderer Drohnen zum Schutz von Flughäfen, Industrieanlagen oder Anlässen. Skysec Defence soll diese zivile Technologie ins Militärische überführen.
Der Stellenwert kleiner militärischer Drohnen habe in allen Formen von Konflikten und Kriegen an Bedeutung zugenommen, teilt Armasuisse mit. Grund dafür seien "die inzwischen hohe Technologiereife, ihre breite Verfügbarkeit sowie die günstigen Kosten", erläutert Armasuisse-Sprecher Kaj-Gunnar Sievert auf Anfrage von inside-it.ch. Darüber hinaus würden sie neue Möglichkeiten bieten, zum Beispiel liessen sie sich "als effizientes Wirkmittel oder für Aufklärung und Überwachung" einsetzen. Drohnen seien "definitiv bei den Streitkräften angekommen und sind aus Konflikten nicht mehr wegzudenken", so Sievert. Der Krieg in der Ukraine zeige das eindrücklich.

Lieferung israelischer Drohnen verzögert sich

Zum Kompetenzaufbau der Armee und zur Drohnenabwehr greift Armasuisse auf bereits bestehende Schweizer Technologiefähigkeiten zu und fördert gleichzeitig die Technologiebasis. Rüstungschef Loher hatte in einem Tamedia-Interview der Schweizer Industrie grosses Potenzial bei Drohnen, Robotik, unbemannten Systemen, Künstlicher Intelligenz und Quantentechnologie attestiert.
Gleichzeitig beschafft Armasuisse neue Aufklärungsdrohnen beim israelischen Hersteller Elbit Systems. Deren Lieferung verzögert sich aber aufgrund der unsicheren Lage in Israel und wegen technischen Problemen bei der Herstellung. Armasuisse habe sich mit dem israelischen Hersteller Elbit Systems auf eine Projektverlängerung bis Ende 2026 geeinigt, teilte das Bundesamt im Dezember 2023 mit. Zwischen den beiden Projekten gebe es "absolut keinen Zusammenhang", so Kaj-Gunnar Sievert auf unsere Anfrage.
(Mit Material von Keystone-sda)

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Ransomware-Angriff auf Berner Stiftung Autismuslink

Die Cyberkriminellen haben sehr persönliche Daten von Klienten und Klientinnen sowie Mitarbeitenden erbeutet.

publiziert am 24.7.2026
image

Threema will nicht mit Whatsapp chatten

Dass die EU Meta dazu gezwungen hat, Whatsapp für andere Chat-Dienste zu öffnen, sei gut gemeint, aber schlecht für den Datenschutz, glaubt Threema.

publiziert am 24.7.2026
imageAbo

Swissgrid zahlt Millionen für die IT-Sicherheit

Bis zu 13,7 Millionen Franken erhalten Oneconsult und Redguard. Sie sollen die IT-Sicherheit bei Swissgrid bis 2031 unterstützen.

publiziert am 24.7.2026
imageAbo

Wartung für Supercomputer verschlingt Millionen

Die Herstellerfirma HPE unterstützt das nationale Hochleistungsrechenzentrum bei der Wartung des Supercomputers "Alps". Dafür werden Millionenbeträge fällig.

publiziert am 23.7.2026