Disney killt seine Metaverse-Sparte

28. März 2023 um 09:45
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Foto: Taha / Unsplash

Nur ein Jahr nach der Gründung wird die Abteilung wieder geschlossen. Mindestens 50 Mitarbeitende verlieren Ihre Stelle beim Unterhaltungsriesen.

Der amerikanische Medienkonzern Disney hat die Entlassung von rund 7000 Angestellten bekannt gegeben. Insgesamt 5,5 Milliarden Dollar sollen damit eingespart werden. Wirtschaftlicher Gegenwind, harter Wettbewerb im Streaming-Business und schwindende Einnahmen aus dem Kabelfernsehen und den Kinokassen haben das Medien­unternehmen unter Druck gesetzt, schreibt das 'Wall Street Journal'.
Gemäss Insidern soll im Zuge dieser Entlassungsrunde auch die Abteilung für "Next-Generation Storytelling and Consumer Experiences" geschlossen worden sein. Diese hat verschiedene Metaverse-Strategien für das Medienhaus entwickelt. Nun wurden die 50 Mitarbeitenden im Zuge einer umfassenden Umstrukturierung entlassen.
Noch im Februar 2022 sagte Disneys damaliger CEO Bob Chapek in einem internen Memo, dass das Ziel für die Abteilung darin bestehe, "ein völlig neues Paradigma dafür zu schaffen, wie das Publikum unsere Geschichten erlebt und sich mit ihnen auseinandersetzt". Im November wurde er jedoch von Bob Iger als Chef abgelöst. Dieser setzt jetzt seine eigenen Pläne durch.
Ob auch Personen in der Schweiz von den Kündigungen betroffen sind, ist unklar. In Zürich unterhält Disney seinen einzigen Forschungsstandort ausserhalb der USA. "Hier werden neue Technologien für alle Bereiche entwickelt, die für unsere Firma von Relevanz sind", erklärte Direktor Markus Gross in einem Interview mit 'Greater Zurich Area'.
Ein Blick in die veröffentlichten Forschungspapiere zeigt, dass in Zürich hauptsächlich in den Bereichen Virtual- und Augmented-Reality geforscht wird. Mehr als 50% der Doktoranden kommen von der ETH Zürich. Mit der Schliessung der Metaverse-Sparte könnten also durchaus auch Menschen aus der Schweiz von der Entlassungswelle beim Unterhaltungsriesen betroffen sein.

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