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e-ID Schweiz: Was Unternehmen jetzt wissen müssen

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Mit der staat­li­chen e-ID er­hal­ten in der Schweiz an­säs­si­ge Per­so­nen ab 2027 ei­ne si­che­re di­gi­ta­le Iden­ti­tät. Für Un­ter­neh­men bie­tet sie neue Mög­lich­kei­ten, Kun­din­nen und Kun­den di­gi­tal zu iden­ti­fi­zie­ren, bei­spiels­wei­se bei Kon­to­er­öff­nun­gen, Al­ters­nach­wei­sen oder Adres­sän­de­run­gen.

Die e-ID kommt 2027. Sie ist ei­ne staat­lich her­aus­ge­ge­be­ne di­gi­ta­le Iden­ti­tät. Per­so­nen mit Schwei­zer Iden­ti­täts­kar­te, Schwei­zer Pass oder ei­nem von der Schweiz aus­ge­stell­ten Aus­län­der­aus­weis kön­nen ei­ne e-ID be­an­tra­gen. Bei der Nut­zung – sie ist frei­wil­lig und kos­ten­los – wer­den nur die für den je­wei­li­gen Zweck be­nö­tig­ten An­ga­ben of­fen­ge­legt, bei­spiels­wei­se das Al­ter. Die Da­ten lie­gen nicht zen­tral beim Bund, son­dern im Wal­let auf dem Smart­pho­ne der In­ha­be­rin oder des In­ha­bers.
Die Nut­ze­rin­nen und Nut­zer be­hal­ten die Kon­trol­le über ih­re Da­ten
Das Mo­dell um­fasst drei Rol­len: Der Aus­stel­ler (al­so der Bund) prüft die Iden­ti­tät und si­gniert die e-ID di­gi­tal. Die Da­ten­in­ha­be­rin oder der Da­ten­in­ha­ber spei­chert sie im Wal­let und gibt vom Ve­ri­fi­ka­tor an­ge­frag­te In­for­ma­tio­nen ak­tiv frei. Der Ve­ri­fi­ka­tor prüft die Si­gna­tur und da­mit die Echt­heit des Nach­wei­ses. We­der Bund noch Aus­stel­ler se­hen, wo und wann die e-ID vor­ge­zeigt wird.
Was ver­än­dert die e-ID für Un­ter­neh­men?
Für Un­ter­neh­men ist die e-ID über­all dort in­ter­es­sant, wo die Iden­ti­tät von Kun­din­nen und Kun­den heu­te ma­nu­ell ge­prüft wer­den muss, zum Bei­spiel bei der Er­öff­nung ei­nes Kon­tos, beim Ver­lust von Zu­gangs­da­ten, bei Al­ters­nach­wei­sen oder bei Adres­sän­de­run­gen. Die e-ID er­setzt je­doch kein Log­in. Nach der erst­ma­li­gen Iden­ti­fi­ka­ti­on müs­sen Un­ter­neh­men ih­re Nut­ze­rin­nen und Nut­zer wei­ter­hin über ei­ge­ne Kun­den­kon­ten oder an­de­re Ver­fah­ren wie­der­er­ken­nen.
Vor ei­ner In­te­gra­ti­on soll­ten Un­ter­neh­men prü­fen, wel­che Pro­zes­se da­von pro­fi­tie­ren, wel­che recht­li­chen An­for­de­run­gen er­füllt sein müs­sen und wie die tech­ni­sche In­te­gra­ti­on er­fol­gen soll. Zu­dem braucht es Al­ter­na­ti­ven für Per­so­nen oh­ne e-ID. Der Bund stellt quell­of­fe­ne Bau­stei­ne zur Ver­fü­gung, je­doch kei­ne ein­satz­be­rei­te Platt­form. Un­ter­neh­men soll­ten sich des­halb schon jetzt auf die Ein­füh­rung der e-ID vor­be­rei­ten.
swiyu: Die Ver­trau­ens­in­fra­struk­tur des Bun­des
Aus­ge­stellt und ge­nutzt wird die e-ID auf swiyu, der Ver­trau­ens­in­fra­struk­tur des Bun­des. Sie um­fasst öf­fent­li­che Re­gis­ter, das swiyu-Wal­let für An­dro­id und iOS so­wie Open-Sour­ce-Soft­ware für Aus­stel­lung und Ve­ri­fi­ka­ti­on. Die e-ID ist da­bei nur ei­ner von vie­len mög­li­chen di­gi­ta­len Nach­wei­sen. Auch Kan­to­ne, Ge­mein­den und pri­va­te Or­ga­ni­sa­tio­nen kön­nen über die Ver­trau­ens­in­fra­struk­tur künf­tig di­gi­ta­le Nach­wei­se be­reit­stel­len, sei­en es Füh­rer­aus­wei­se, Di­plo­me, Mit­glie­der­aus­wei­se usw.
Vor­lauf­zeit bis 2027 nut­zen
Un­ter­neh­men, die 2027 für die e-ID und die Ver­trau­ens­in­fra­struk­tur be­reit sein wol­len, soll­ten die Zeit bis da­hin für Sche­ma-De­sign, Pro­zes­s­an­pas­sun­gen, recht­li­che Prü­fun­gen so­wie In­te­gra­ti­on und Tests in der Pu­blic-Be­ta-Um­ge­bung nut­zen. Denn über­all dort, wo Iden­ti­tä­ten heu­te ma­nu­ell ge­prüft oder Aus­weis­ko­pi­en hoch­ge­la­den wer­den müs­sen, kann die e-ID ab 2027 Pro­zes­se ver­ein­fa­chen und das Nut­zer­er­leb­nis deut­lich ver­bes­sern.
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Alles, was Sie zur Schweizer e-ID und zur Vertrauensinfrastruktur wissen müssen

Autor:
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Axel Schild, Di­gi­tal Iden­ti­ty Con­sul­tant und Se­ni­or IAM En­gi­neer, Ad­no­vum  





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