Einheitliche Steuerapplikation für den Kanton Thurgau kommt

6. Juli 2023 um 12:13
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Alles aus einem Topf statt einem wilden Mix. Foto Ryan Arnst / Unsplash

Bis spätestens 2026 soll die Gesetzesgrundlage für die Vereinheitlichung stehen. Zum Ende des Jahrzehnts sollen alle 80 Gemeinden auf das neue System migriert sein.

Im Kanton Thurgau sind derzeit unterschiedliche Steuerapplikationen im Einsatz. Beim Kanton werden 3 verschiedene Lösungen eingesetzt, bei den Gemeinden 4. Dieser Mix verursacht enorme Kosten und Aufwand. Deshalb forderte eine Motion bereits vor einem Jahr die Vereinheitlichung der verschiedenen Systeme. Der Grosse Rat hat die Vorlage dann im September 2022 ohne Gegenstimme als erheblich erklärt.
Nun sollen Kanton und Gemeinden künftig eine einheitliche Steuersoftware erhalten. Um eine Rechtsgrundlage dafür zu schaffen, muss jedoch das Gesetz über die Staats- und Gemeindesteuern geändert werden. Der Regierungsrat hat dem Grossen Rat deshalb eine entsprechende Botschaft vorgelegt. Darin heisst es: "Die Einführung einer einheitlichen Steuerbezugssoftware durch die 80 Thurgauer Gemeinden und den Kanton bringt erhebliche Synergie- und Vereinfachungseffekte mit sich."
Durch die Vereinheitlichung sollen wesentliche Kosteneinsparungen erzielt werden, weil die Pflege der zahlreichen Schnittstellen wegfällt, schreibt das Ostschweizer Magazin 'East Digital'. Die Anschaffungskosten für das Vorhaben belaufen sich demnach auf 4 bis 6 Millionen Franken. Hinzu kommen jährlich wiederkehrende Betriebskosten im Umfang von 3 bis 3.5 Millionen Franken, was erheblich tiefer sei als die gegenwärtigen Kosten.
Die Gesetzesänderung soll bis spätestens 2026 in Kraft treten. Danach wird der Umstellungsprozess in den 80 Gemeinden einige Jahre in Anspruch nehmen. Als Ziel für den Projektabschluss wird Ende 2029 genannt.

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