EU verschärft Regeln für Krypto-Transaktionen

30. Juni 2022, 14:59
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Die EU geht mit einem neuen Gesetz stärker gegen Geldwäsche mit Kryptowährungen wie Bitcoin vor.

Die EU-Länder und das Europäische Parlament einigten sich in der Nacht auf den 30. Juni auf ein Gesetz, um Krypto-Überweisungen nachverfolgbar zu machen. Dies soll eine wirksamere Bekämpfung von Geldwäsche via Kryptowährungen ermöglichen.
In Zukunft müssen Krypto-Plattformen Informationen über die Sender und Empfänger von Zahlungen ermitteln, wenn Kryptowährungen in normales Geld umgewandelt wird. Es spielt dabei keine Rolle, wie hoch der überwiesene Betrag ist. Im Fall einer Ermittlung wegen Geldwäsche oder Terrorismus müssen die Anbieter die Information auch an die zuständigen Behörden weiterleiten.

Kontrollen nur beim Umtausch

Die EU fokussiert sich bei den Massnahmen gegen Krypto-Geldwäsche auf den Moment, in dem Bitcoin, Ether und andere Digitalwährungen in herkömmliches Geld wie Euro oder US-Dollar umgetauscht werden. Direkte Transfers zwischen Inhabern von plattformunabhängigen Krypto-Geldbörsen oder -Wallets werden also weiterhin nicht überwacht. Diese Transaktionen wären ohnehin kaum kontrollierbar.
Eine Sonderregelung gibt es zudem, wenn Krypto-Plattformen Transaktionen mit solchen unabhängigen Wallets abwickeln: Hier greift die Informationspflicht ab Beträgen ab 1000 Euro.
Bevor das Gesetz offiziell in Kraft tritt, müssen das EU-Parlament und die Länder es noch formell abnicken.

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