Europa soll eine Starlink-Alternative erhalten

23. Oktober 2025 um 09:38
image
Illustration: ERstellt durch Inside IT mit Le Chat

Airbus, Thales und Leonardo haben sich zusammengerauft und wollen ihre Weltraumaktivitäten in einem gemeinsamen Unternehmen bündeln.

Wie Airbus, Thales und Leonardo bekannt gegeben haben, beabsichtigen die drei europäischen Technologieunternehmen ihre Aktivitäten im Bereich Raketen- und Satellitenentwicklung zusammenzulegen. Ein neues Unternehmen soll diese Bereiche der drei Konzerne übernehmen. Laut den Beteiligten wird es nach der Fusion europaweit rund 25'000 Mitarbeitende beschäftigen.
Das neue Unternehmen soll die Aktivitäten von Thales Alenia Space und Telespazio, zwei Joint Ventures von Thales und Leonardo, sowie verschiedene weitere Unternehmensbereiche von Airbus, Leonardo und Thales bündeln. Airbus wird 35% der Anteile des Joint Ventures halten, Thales und Leonardo je 32,5%.
Alle drei Konzerne haben in den letzten Jahren im Weltraumgeschäft Verluste erlitten, unter anderem aufgrund der Konkurrenz durch SpaceX und dessen riesige Satellitenflotte Starlink. Die drei europäischen Unternehmen setzen für Satelliteninternet auf grosse und komplexe Satelliten in geostationären Umlaufbahnen, während SpaceX dafür kleine, vergleichsweise sehr billige Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen einsetzt.
Zusammen hoffen die drei Unternehmen, in vernünftiger Zeit eine valable europäische Alternative entwickeln zu können. Dabei gehe es vor allem darum, europäischen Regierungen dabei zu helfen, auch im Weltall ihre Souveränität aufrechtzuerhalten.

Loading

Mehr zum Thema

image

KI hat vermehrungsfähige echte Viren designt

Es geht hier nicht um Computerviren, sondern die realen Viren, die unter anderem Krankheiten erregen können.

publiziert am 7.8.2026
image

Zürcher Quantencomputer-Startup erhält 22,4 Millionen

Zuriq entwickelt einen Quantencomputer im Utility-Scale-Bereich mit einer nativen zweidimensionalen Ionenfallen-Architektur.

publiziert am 31.7.2026
imageAbo

Neue Web-Schriftart soll KIs vergiften

Die Webschrift wandelt Texte im Hintergrund so um, dass KI-Scraper Unsinn lesen und vielleicht auch schlucken.

publiziert am 31.7.2026
image

Pfäffiker RZ-Startup sammelt 16 Millionen ein

Die neu gegründete Firma AI Infrastructure Capital plant den Rechenzentrumsbetrieb in Island. Mit dem eingeworbenen Kapital sollen Server mit Nvidia-Chips angeschafft werden.

publiziert am 31.7.2026