Das FBI warnt vor zunehmenden Angriffen auf Führungskräfte, Forschende und Ingenieure in Unternehmen, die an KI arbeiten. Unabhängige Cyberkriminelle sowie staatlich gestützte Hacker hätten es vermehrt auf das geistige Eigentum abgesehen, das den leistungsstarken Chatbots zugrunde liege. Es werde wahrscheinlich vermehrt zu gezielten Angriffen auf Firmen und Forschungseinrichtungen kommen, so die Warnung von FBI-Direktor Christopher Wray.
Eine Vielzahl der Hersteller von grossen Sprachmodellen (LLMs) ist in den USA angesiedelt. "Auf dem Gebiet der KI ist es klar, dass US-Talente einer der begehrtesten Aspekte in der KI-Lieferkette sind, die unsere Gegner brauchen", glaubt der FBI-Direktor. Seine Behörde stehe deshalb im Austausch mit den Unternehmen. Er rechnet insbesondere mit Angriffen aus China.
Ausgefeiltere Angriffe dank KI
Das FBI geht auch auf neue Risiken ein, die von KI ausgehen könnten. Neben verbesserten Phising-E-Mails oder Deepfakes, die mit KI einfacher erstellt werden könnten, nannte er das Beispiel eines Darknet-Benutzers, der mithilfe eines generativen KI-Programms Malware erstellt hat.
Es gibt zwar auch Cyber-Experten, die argumentieren, dass die Gefahr von KI möglicherweise überschätzt wird. Für das FBI ist aber klar: "Wir gehen davon aus, dass KI es Bedrohungsakteuren ermöglichen wird, immer leistungsfähigere, ausgefeiltere, anpassbare und skalierbare Fähigkeiten zu entwickeln – und es wird nicht lange dauern."