Die Bemühungen von SAP, unbefristete Lizenzen auf Abonnements umzustellen, sorgen bei den Kunden für Unruhe. In einer vom Lizenzspezialisten Rimini Street gesponsorten Umfrage unter rund 450 IT- und Geschäftsführern geben 83% an, dass sie die neuesten Migrationsrichtlinien und Fristen von SAP nicht vollständig verstehen. Ebenso viele (84%) drücken ihre Besorgnis aus über aktuelle Mitteilungen des ERP-Herstellers und deren Auswirkungen auf ihren Betrieb.
Den Autoren zufolge ist aus den Kundenantworten herauszulesen, dass 77% Software-as-a-Service (SaaS) grundsätzlich befürworten. Jedoch hätten sie Vorbehalte gegenüber dem Ansatz von SAP. 92% nennen steigende und unvorhersehbare Abonnementkosten als bedeutendes Problem für ihren Betrieb. 95% geben an, dass es eine echte Herausforderung ist, einen positiven RoI (Return on Investment) für die Migration auf S/4Hana zu erzielen.
Auf Fragen nach möglichen Alternativen nennen die Teilnehmer mehrheitlich modulare Ansätze. 94% wollen die für jeden Geschäftsbedarf am besten geeigneten Lösungen auswählen. Ein Grund: 83% sehen die Möglichkeit für einen schnelleren Zugang zu neuen Technologien wie KI. Weitere 78% erwarten, dass sie die Fortschritte mehrerer Anbieter nutzen können, um Innovationen im ERP und damit verbundenen Bereichen voranzutreiben.
"Es ist erfreulich zu sehen, dass so viele SAP-Kunden nun die Idee einer offenen, modularen Architektur und den Einsatz von lose gekoppelten Lösungen von Drittanbietern zur Erfüllung ihrer ERP-Anforderungen begrüssen. Dieser geschäfts- und nicht lieferantenorientierte Ansatz ist in anderen Bereichen der IT schon seit einiger Zeit gang und gäbe, da er sich in Bezug auf Flexibilität, Kontrolle und Zugang zu neuen Innovationen auszahlt", sagt Dale Vile, Analyst bei Freeform Dynamics.