Forrester: Homeoffice und Fachkräftemangel bleiben

23. Januar 2023, 08:08
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Foto: Luke Peters / Unsplash

Gemäss einer Prognose des Marktforschers wird sich der Fachkräftemangel 2023 weiter zuspitzen. Dazu verlangen auch immer mehr Mitarbeitende Remote-Arbeit.

Der Marktforscher Forrester hat eine europäische Wirtschaftsprognose für das Jahr 2023 veröffentlicht. Der Bericht nennt verschiedene Massnahmen, die Unternehmen berücksichtigen sollen, um erfolgreich durchs neue Jahr zu kommen. Die ökonomischen und weltpolitischen Umbrüche werden auch weiterhin für Unsicherheiten sorgen, schreibt Forrester in seiner Prognose. Deshalb sei es besonders wichtig, dass sich die Firmen auch dann langfristig strategisch ausrichten, wenn sie sich auf unbekanntem Terrain bewegen.
Gemäss dem Marktforscher würden heute zwei Drittel der Befragten erwarten, dass sie die Möglichkeit zur Remote-Arbeit haben. Wer versuchen würde eine Büropflicht einzuführen, müsse klar mit Widerstand und Fluktuation rechnen. Einige Unternehmen würden dabei die Arbeit ihrer Angestellten auch elektronisch überwachen, schreibt Forrester. Solche Massnahmen könnten allerdings gegen lokale Datenschutzgesetze verstossen. "Unternehmen müssen bei der Einführung von Überwachungstechnologien die Datenschutzrechte und die Mitarbeitererfahrung priorisieren", heisst es in der Prognose.

200'000 Fachkräfte fehlen

Weiter zuspitzen werde sich 2023 auch der Fachkräftemangel. "Es fehlt an Technologiefachkräften, die für die Transformation von Unternehmen, den Ausbau der Hybrid-Cloud und die Entwicklung neuer Anwendungen benötigt werden." Durchschnittlich würden im Technologiesektor rund 200'000 offene Stellen nicht besetzt werden können, weil es an geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten mangelt. Voraussichtlich werde in Europa im neuen Jahr mehr Zeit für das Recruiting aufgewendet und besser auf die Nachwuchsförderung geachtet, schreibt Forrester.
Bei den qualifizierten Fachpersonen soll es zudem zu einer Verlagerung kommen. "Im Laufe der vergangenen 10 Jahre haben Bewertungen von Technologieunternehmen und eine Flut von Risikokapitalfinanzierungen dazu geführt, dass Spitzentalente in den traditionellen Branchen knapp wurden", heisst es im Bericht. Damit soll gemäss dem Markforscher jetzt aber Schluss sein. Angesichts der Entlassungswellen bei den grossen Tech-Firmen sollen sich immer mehr Angestellte auch auf Stellen bei Finanzdienstleistern oder Versorgungsunternehmen einlassen.
Weitere Trends fürs Jahr 2023 sind gemäss Forrester die Überwachung von Lieferketten, umweltbewusstere Verbraucherinnen und Verbraucher, eine Abnahme des Vertrauens in die europäischen Regierungen sowie eine Zunahme der lokalen Fertigung.

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