Die Gemeindeverwaltung von Zollikofen wurde von einem Cyberangriff getroffen. Der Angriff sei in der Nacht auf den 22. November festgestellt worden. Man habe sämtliche ICT-Systeme heruntergefahren und vom Internet getrennt, teilt die Gemeinde Zollikofen am 23. November mit.
Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung seien bis auf Weiteres weder per E-Mail noch per Telefon zu erreichen.
Angreifer hätten Daten der Verwaltung verschlüsselt, sagte Daniel Bichsel, Gemeindepräsident von Zollikofen, der Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA' auf Anfrage. Es sei noch nicht bekannt, ob Daten abgeflossen seien.
Untersuchung mit externem Dienstleister
Mit externen Cybersecurity-Spezialisten würden nun die ICT-Systeme vertieft untersucht, damit diese möglichst zeitnah wieder hochgefahren werden können. Wann das erfolgen solle, sei noch unklar, sagte Bichsel. Die Gemeinde verfügt gemäss Communiqué über externe Backup-Systeme, die nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vom Angriff betroffen sind.
Um die Verwaltung zu kontaktieren, müsse ein Schalter aufgesucht werden, wobei nur beschränkt Dienstleistungen erbracht werden könnten. Für Notfälle könne während den üblichen Öffnungszeiten
eine Hotline erreicht werden.
Die Berner Gemeinde habe den Vorfall bei der Kantonspolizei Bern gemeldet und Anzeige erstattet.