"Ein Modellbeispiel für die Zusammenarbeit von Kanton und Gemeinden", nennen der Aargauer Regierungsrat Markus Dieth und Patrick Gosteli, Präsident der Aargauer Gemeindeammänner-Vereinigung, ein neu lanciertes Portal. Behördendienstleistungen des Kantons und 167 von 200 zugehörigen Gemeinden sollen fortan über die Plattform zugänglich gemacht werden.
Mit dem neuen "
Smart Service Portal" sollen Bestätigungen, Bewilligungen oder Gesuche für Fristerstreckungen bei der Steuererklärung, Zivilstandsänderungen, Einlösung von Fahrzeugen oder Durchführung von Veranstaltungen bequem online ersucht werden können.
Zwar hätten Kanton und Gemeinden schon bisher über digitale Angebote verfügt, jedoch sei Einwohnerinnen und Einwohnern bis dato nicht immer klar gewesen, wo welche Dienstleistung zu beziehen sei. Das neue Portal ändere dies jetzt und sei neu die einzige Anlaufstelle für 90% der Einwohnerinnen und Einwohner des Aargaus.
Das Angebot ist ab sofort verfügbar und kann wahlweise direkt oder über die Websites der mitmachenden Gemeinden genutzt werden, teilt der Kanton Aargau mit. In den nächsten Jahren soll das Portal fortlaufend ausgebaut und optimiert werden.
Auch wenn es noch dauert, bis alle Gemeinden ihre eigenen "Online-Schalter" aufs neue Portal migriert haben, ist der Aargau weiter als andere Kantone. So hat man im
Thurgau erst angekündigt, die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden intensivieren zu wollen, und in
Nid- und Obwalden ist man bei der Ausarbeitung einer gemeinsamen Informatikstrategie vorerst gescheitert: Es waren nicht genügend Gemeinden einverstanden. In Zürich läuft das Projekt
Egovpartner, bei dem 156 von 162 Gemeinden mitmachen.