Glasfaserprojekt im Kanton Luzern nimmt nächste Hürde

15. März 2024 um 12:41
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In der Stadt gehts schneller als im Dorf. Foto: Mika Baumeister / Unsplash

Ländliche Gemeinden im Westen des Kantons wollen den flächen­deckenden Glasfaser­ausbau vorantreiben. Jetzt haben sie einen Partner dafür gefunden.

In der Region Luzern West kommt der Glasfaserausbau durch die grossen Telcos nicht recht voran. Denn die ländliche Region habe für sie schlicht keine Priorität, heisst es einer Mitteilung von Prioris. Dabei handelt es sich um eine Firma, die von Gemeinden in der Region gegründet wurde, um den Netzausbau voranzutreiben.
Prioris hat früheren Angaben zufolge mit Swisscom verhandelt, um den Glasfaserausbau voranzubringen, konnte aber keine Einigung erzielen. Jetzt aber hat das Projekt der Luzerner Gemeinden einen Partner gefunden, um das Netz zu realisieren: die Regionale Glasfaser Schweiz AG.
Das ist ein rechtlich selbstständiges Schwesterunternehmen der österreichischen Firma BG Communications. BGC wurde von Willem Brinkert gegründet, der auch Gründer und Geschäftsführer der neuen AG Regionale Glasfaser Schweiz ist. "BGC hat in Oberösterreich gezeigt, wie sich ein gemeindeübergreifendes Glasfasernetz errichten und betreiben lässt", sagt Hella Schnider, Mitglied des Prioris-Steuerungsausschusses.
Im Rahmen von Prioris wollen 15 Gemeinden insgesamt rund 6,2 Millionen Franken einschiessen. Das Projekt wird 2024 in den Gemeinden zur Abstimmung vorgelegt. Die Gesamtinvestition wird auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Der Grossteil wird gemäss Mitteilung über Fremdkapital und Bankdarlehen finanziert. Zudem sollen sich die Liegenschaftsbesitzer mit einem einmaligen Betrag an der Erschliessung beteiligen.
Zunächst waren noch weitere Gemeinden an einer Mitarbeit bei Prioris interessiert. Ein paar hätten aber entschieden, die Zusammenarbeit mit Swisscom einzugehen und aus dem Projekt auszuscheiden, wie es von Prioris weiter heisst.
(Mit Material von Keystone-sda)

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