Vor knapp drei Monaten hat die EU-Kommission eine grosse KI-Offensive angekündigt. Unter anderem sollen im Rahmen der Offensive rund 20 Milliarden Euro in den Aufbau von "KI-Gigafabriken" gesteckt werden. Diese Superzentren sollen besonders leistungsstarke KI-Modelle trainieren können und ihre Server sollen jeweils zusammen mit mindestens 1000 modernen KI-Beschleunigerkarten bestückt sein.
Die möglichen Milliardensubventionen der EU locken offensichtlich viele interessierte Unternehmen an, die diese KI-Rechenzentren bauen wollen. Mittlerweile hätten sich bereits 76 Unternehmen darum beworben, sagte Henna Virkkunen, die Tech-Chefin der EU, an einer Pressekonferenz. Dies seien deutlich mehr als man erwartet hatte und zeige den wachsenden Enthusiasmus für die Ansiedlung von Zentren für KI-Innovation in Europa.
Unter den Bewerbern befinden sich laut Virkkunen sowohl Firmen aus der EU als auch von ausserhalb der EU. Auch ihre Art sei gemischt, von RZ-Betreibern über Telekommunikationsunternehmen und Energieerzeugern bis zu Finanzinvestoren und internationalen Tech-Riesen. Die von ihnen vorgelegten Pläne würden den Bau von Rechenzentren an 60 verschiedenen Standorten in 16 Mitgliedsländern der EU vorsehen.
Natürlich werden es schlussendlich viel weniger KI-RZs werden, dafür würden die 20 Milliarden Euro bei weitem nicht ausreichen.