Grundstein für neuen Hochschul-Campus Biel gelegt

6. Mai 2025 um 09:36
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Geplanter BFH-Campus in Biel. Visualisierung: Pool Architekten / Studio Blomen

In Biel beginnen nach langen Verzögerungen die Bauarbeiten für den Campus der Berner Fachhochschule. Dort wird ab 2028 auch das Informatik-Departement heimisch.

In Biel ist am 6. Mai der Grundstein für den neuen Fachhochschulcampus Biel/Bienne gelegt worden. Damit können die Bauarbeiten richtig beginnen.
Der neue Campus vereint künftig die Departemente Technik und Informatik sowie Architektur, Holz und Bau der Berner Fachhochschule (BFH). Dereinst sollen am Standort rund 2400 Studierende und Dozierende ein- und ausgehen. Mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Millionen Franken handle es sich aktuell um eines der grössten Hochschulbauprojekte der Schweiz, so der Kanton Bern.
"Ich sehe den zukünftigen Campus als einen zentralen Ort für die Entwicklung unserer Region, für die Ausbildung unserer jungen Generation und für die Gewinnung von Talenten, die unsere Wirtschaft heute mehr denn je braucht", wurde die Bieler Stadtpräsidentin Glenda Gonzalez Bassi (SP) zitiert. 2028 soll der Campus in Betrieb genommen werden. Das Gebäude wird in Holzbauweise und im Standard Minergie-P realisiert.

Viele Jahre Verzögerung

Dem Bau ging ein langer Rechtsstreit voraus. Ursprünglich hätte der Campus bereits 2021 eröffnet werden sollen. Doch ein Liegenschaftsbesitzer, dessen Gebäude für den Campus hätte weichen sollen, wehrte sich bis vor Bundesgericht gegen die Enteignung. Das Gericht stoppte die Enteignung 2019 wegen eines Verfahrensfehlers.
Ende 2022 wurde mit dem Besitzer eine gütliche Einigung erzielt. Der Staat kaufte ihm die Liegenschaft für 7,2 Millionen Franken ab und übernahm auch die zusätzlichen Kosten für den Abriss.

Kosten von 400 Millionen Franken

Die Bauarbeiten hatten eigentlich bereits 2018 begonnen. Erste Aushubarbeiten wurden ausgeführt, mussten aber eingestellt werden. Seither klaffte eine grosse Baugrube mitten in der Stadt Biel.
Ursprünglich waren für das Projekt 233,5 Millionen Franken veranschlagt. Es stellte sich aber rasch heraus, dass dies nicht reicht. 2023 wurde ein zweiter Nachkredit über 100 Millionen Franken gesprochen, womit sich die Gesamtkosten auf rund 400 Millionen belaufen. Mehrere Bauunternehmer warfen dem Kanton deshalb ein unseriöses Kostenmanagement vor.

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