Hälfte der Schweizer Beschäftigten nutzt täglich KI

28. Juli 2026 um 14:07
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Vibe

Im europäischen Vergleich erreicht die KI-Nutzung in der Schweiz einen Spitzenwert. Gleichzeitig wächst die Sorge um die nächste Generation im Berufsleben.

Schweizer Arbeitnehmende sind im europäischen Vergleich Spitzenreiter bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz. Laut einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Accenture nutzen 49% der Beschäftigten hierzulande täglich KI-Tools – fast doppelt so viele wie im europäischen Durchschnitt.
In Europa beläuft sich der durchschnittliche Wert gemäss der Auswertung auf rund 28%. In Deutschland sind es rund 23%, in Frankreich gut 27% und in Grossbritannien 22% der Beschäftigten, die KI-Tools täglich nutzen.
Auch der Zugang zu KI-Werkzeugen durch Arbeitgeber sei in der Schweiz mit 88% deutlich höher als international (80%), heisst es weiter. Die Mehrheit der Befragten sehe in KI zudem ein grosses geschäftliches Potenzial und berichte von gestiegener Produktivität und Arbeitszufriedenheit.

"Paradoxe Situation in der Schweiz"

Gleichzeitig wächst die Sorge um die nächste Generation im Berufsleben. Rund die Hälfte der Schweizer Befragten stimmt der Aussage zu, dass es für Berufseinsteiger und -einsteigerinnen aufgrund von KI schwieriger wird, überhaupt einen Arbeitsplatz zu finden.
"Die Daten verdeutlichen eine paradoxe Situation in der Schweiz", erklärte Marco Huwiler, Country Managing Director bei Accenture Schweiz. "Auf der einen Seite erleben wir eine enorme Zuversicht, eine hohe KI-Nutzung und eine gestiegene Produktivität bei den bereits etablierten Mitarbeitenden. Auf der anderen Seite wächst die berechtigte Sorge, dass Einstiegshürden für die nächste Generation durch die fortschreitende Automatisierung massiv erhöht werden. Das ist ein Alarmsignal."
Für die aktuelle Ausgabe der Accenture-Studie "Pulse of Change" wurden zwischen April und Juni 2026 insgesamt 980 C-Level-Führungskräfte sowie 980 Mitarbeitende in Europa befragt. In der Schweiz wurden 100 C-Level-Führungskräfte und 100 Mitarbeitende ohne Führungsfunktion befragt.

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