KI-Übersichten erscheinen inzwischen in fast der Hälfte aller Suchanfragen.
Anfang 2025 führte Google "Übersicht mit KI" als neues Feature in seiner Suchmaschine auch in der Schweiz ein. Damit soll es noch einfacher werden, neue Fragen zu stellen sowie relevante Informationen und Websites zu finden, versprach der Konzern. Im Oktober folgte dann als nächstes die Einführung der Suche mit KI-Modus in der Schweiz und Europa. Der KI-Modus erscheint als zusätzliche Registerkarte im Browser und kann daneben in der Google App für Android und iOS genutzt werden.
Der Anteil der KI-generierten Suchergebnisse bei Google ist innerhalb eines Jahres rasant angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschers Similarweb. Demnach stieg der Anteil von "Übersicht mit KI" in den USA von 15% im Januar 2025 auf 43% im Mai 2026. "KI-Übersichten tauchen bei einem wachsenden Anteil der Suchanfragen auf und zeigen, wie schnell generative KI in das Kern-Sucherlebnis von Google eingebunden wird", heisst es in der Studie. Dies führe zu einer Veränderung in der Art und Weise, wie Webnutzer und -nutzerinnen Informationen online konsumieren.
Entwicklung von "Übersicht mit KI" (schwarz) und KI-Modus (rot) in den USA. Grafik: Similarweb
Gleichzeitig seien auch die Zugriffe im KI-Modus seit dessen Einführung stetig gestiegen. Das deute darauf hin, dass Google diese KI-generierten Ergebnisse nicht nur zur Verbesserung der herkömmlichen Suche verwendet, sondern auch, um Nutzende in eine dialogorientierte Benutzeroberfläche zu führen. "Zusammen deuten diese beiden Trends auf eine umfassendere Neuausrichtung der Google-Produkte hin: weg von der blossen Ergänzung der Suchergebnisse durch KI hin zu einer schrittweisen Umgestaltung der Suche zu einem stärker KI-integrierten Erlebnis", schreibt Similarweb.
Diese Trends würden auch dazu führen, dass Nutzende mehr Zeit auf der Google-Plattform verbringen im Vergleich zu früher, als diese vor allem als Werkzeug für die Suche nach Websites diente. "Da User immer mehr Zeit mit der Interaktion mit KI-Chatbots verbringen, übertragen sie diese Eingabegewohnheiten auch auf die herkömmliche Suche", so die Studie. Kurze Stichwortsuchen würden durch längere, natürlichere Suchanfragen ersetzt, die den Eingaben bei KI-Chatbots ähneln.