Der Hardwarehersteller HP hat sein Geschäftsjahr 2023 per Ende Oktober mit einem Umsatz von 53,7 Milliarden Dollar abgeschlossen. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 15% im Jahresvergleich. Währungsbereinigt gingen die Einnahmen um 12% zurück. Der Nettogewinn stieg von 3,1 auf 3,3 Milliarden Dollar.
2023 sei ein Jahr des stetigen Fortschritts gewesen, kommentiert CEO Enrique Lores die Ergebnisse. "Mit unserem Future-Ready-Plan sind wir gut positioniert, um attraktive Chancen in unserem gesamten Portfolio zu nutzen und ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum zu erzielen."
Der Future-Ready-Plan, den HP
vor einem Jahr angekündigt hat, sieht erhebliche Kosteneinsparungen vor: Bis zum Ende seines Geschäftsjahrs 2025 will der Konzern mindestens 1,4 Milliarden Dollar einsparen. Dazu soll auch der Personalbestand weltweit um etwa 4000 bis 6000 Mitarbeitende reduziert werden.
Rückgang in der PC- und der Printing-Sparte
Das 4. Quartal verlief besser als das Gesamtjahr. Der Umsatz war um "nur" 6,5% rückläufig. Der Quartalsumsatz der Sparte Personal Systems, die das PC-Geschäft umfasst, belief sich auf 9,4 Milliarden Dollar (minus 8%). Dabei ging der Umsatz im Commercial-Bereich etwas stärker zurück als in der Consumer-Sparte.
Im Printing-Bereich vermeldet HP einen Umsatz von 4,4 Milliarden Dollar für das letzte Quartal, 3% weniger als im Vorjahr. Vor allem im Consumer-Bereich ging der Umsatz stark zurück. Die Einnahmen mit Zubehör, sprich Tinte, stieg um 3%.
PC-Markt soll sich bald erholen
In einem Gespräch mit dem
'Wall Street Journal' (Paywall) betonte CEO Lores, dass sich der Absatz im letzten Quartal verbessert habe. Er erwarte, dass der PC-Markt im nächsten Jahr wachsen werde. "Einige der Anzeichen, die wir im 4. Quartal gesehen haben, geben uns Zuversicht", so der HP-Chef.
Von einer Erholung gehen auch Marktforscher aus. IDC prognostiziert für 2024 ein leichtes Wachstum, nachdem der PC-Markt 2023 nochmals stark rückläufig sein wird. Die besten Wachstumschancen gebe es bei Business-PCs und im Bildungssektor, hiess es
im August von IDC. Zudem werde die wachsende Verbreitung von generativer KI sowie das bevorstehende Supportende von Windows 10 im Jahr 2025 zum Wachstum beitragen.
HP kündigte an, in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 KI-PCs auf den Markt bringen zu wollen. Diese Computer verfügen über die richtige Rechenleistung, um den Einsatz und die Entwicklung von KI-Modellen zu beschleunigen. HP werde Prozessoren von Intel, aber auch von anderen Anbietern verwenden, erklärte das Unternehmen. Der HP-CEO geht davon aus, dass die Einführung von KI-PCs dem PC-Markt im Allgemeinen den nötigen Aufschwung verleihen wird, wenn auch noch nicht sofort.