Eine Studie des Cloud-Anbieters Snowflake zeigt, dass Daten aus dem Industrial Internet of Things (IIoT) im DACH-Raum meist nur ein Inseldasein führen. Bei zwei Drittel der befragten Produktionsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz können die gesammelten Daten nicht über die Grenzen von einzelnen Abteilungen hinweg geteilt werden. In der Schweiz liegt der Wert mit 72% sogar noch über dem Durchschnitt der Region. Viele Unternehme würden ihre IIoT-Infrastruktur und Produktionsprozesse basierend auf Daten verbessern, das volle Potenzial der Data Economy könne aber noch nicht abgerufen werden, schreibt Snowflake.
Dabei zeigt die Umfrage auch, dass sich viele Produktionsbetriebe durchaus mit dem Thema befassen: 28% der befragten Unternehmen wollen ihre Daten innerhalb des nächsten Jahres über die Abteilungsgrenzen teilbar machen. Weitere 24% wollen dieses Ziel längerfristig erreichen. Eine zentrale Hürde auf dem Weg zu einem besseren Datenmanagement sei insbesondere der Mangel an qualifiziertem Personal, schreiben die Autoren der Studie. Hinzu kämen aber auch Sicherheitsbedenken und eine zu geringe Priorisierung.
In der Schweiz will ein Drittel der Befragten innerhalb der kommenden Monate in der Lage sein, die gesammelten Daten unternehmensweit und in Echtzeit zu teilen. Weitere 30% möchten ihre Daten künftig über die gesamte Lieferkette hinweg teilen können und 38% wollen auch Drittanbieterdaten in die eigenen Systeme integrieren können.
"Wer heute in der Lage ist, eigene Daten mit Kunden, Partnern und Unternehmen der Lieferkette zu teilen, macht sein Ökosystem stärker. Wer Daten aus diesem Ökosystem nahtlos wieder in die eigenen Planungssysteme integrieren kann, arbeitet auf einer sehr viel besseren Datenbasis.", sagte Arjan van Staveren, Country Manager Deutschland bei Snowflake.