Angesichts des rasch wachsenden Ausmasses an Cyberbedrohungen werde es immer wichtiger, nicht nur präventive Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen, sondern auch die Widerstandsfähigkeit zu stärken, betonte der Kanton Basel-Land in einer Ausschreibung von vergangenen November. Darin gesucht war ein Managed Security Services Provider, der für den Kanton ein Security Operations Center (SOC) aufbaut und betreibt.
Nun hat der Kanton den Zuschlag erteilt: Der Auftrag geht an Infoguard. Der Baarer Security-Spezialist hat kürzlich einen ähnlichen
Zuschlag im Kanton Schwyz gewonnen und sich im Baselbiet gegen sieben weitere Anbieter durchgesetzt.
Incident Response, SIEM-Services und Threat Hunting
Der aktuelle Auftrag hat ein Volumen von gut 1,7 Millionen Franken. Im Grundangebot verlangt der Kanton Basel-Land ein rund um die Uhr operierendes Digital Forensics & Incident Response Team, ein vollwertiges SOC für die Erstbeurteilung von Sicherheitsvorfällen sowie eine SIEM-Plattform zum Sammeln und Auswerten sicherheitsrelevanter Daten. Ergänzt werden soll dies durch kontinuierliches Verwundbarkeits-Management und proaktives Threat Hunting, wie aus dem Pflichtenheft zur Ausschreibung hervorgeht.
Der Kanton Basel-Landschaft habe im Rahmen seiner Strategie zum Schutz vor Cyberrisiken technische und organisatorische Massnahmen definiert, welche die Resilienz gegenüber Cyberangriffen stärken sollen. Es seien bereits wichtige Elemente einer umfassenden Sicherheitslösung im Einsatz. Mit dem Zuzug eines SOC-Anbieters sollen diese erweitert werden. Gemäss der Ausschreibung soll Infoguard sämtliche Dienste als "as-a-Service" erbringen. Ziel sei die Institutionalisierung eines hybriden SOC-Betriebs bestehend aus einem Service Provider und den Fachpersonen des Kantons Basel-Landschaft, so die Ausschreibung.