Insurtech Helvengo ist nach Deutschland verkauft

7. August 2024 um 14:05
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Ease-Geschäftsführer Marcel Hanselmann (l.) und Felix Huemer, Mitgründer von Helvengo.

Der deutsche Makler Ease übernimmt Kerngeschäft und Technologie des Jungunternehmens. Die Schweizer AG soll aufgelöst werden.

Das in der Schweiz gegründete Insurtech-Startup Helvengo gibt seinen Verkauf nach Deutschland bekannt. Käufer ist Ease, ein Spezialmakler für Immobilienwirtschaft. Mit diesem strategischen Schritt werde die Versicherungstechnologie von Helvengo mit der Vertriebsstärke von Ease kombiniert und ausgebaut, um langfristige Vorteile im Markt zu generieren, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Helvengo wurde von Benedikt Andreas, Felix Huemer und Vedran Pranjic gegründet und ging 2021 in der Schweiz im Bereich Gewerbeversicherungen live. Später erweiterte es sein Angebot auf weitere Produkte. "Dies wurde von einer grossen Transformation unserer Plattform begleitet. Die neue Version ermöglicht es uns, Produkte für eine breite Palette von Organisationen und versicherten Objekten zu entwickeln und zu verwalten", sagte CEO und Mitgründer Felix Huemer in einem vor einem Jahr bei der Swiss Startup Association publizierten Interview.

Exit nach Deutschland

Mit der Akquisition sollen Synergien genutzt und datengetriebene IoT-Produkte weiter ausgebaut werden. Die Übernahme sei lange vorbereitet, Mitte Juli durch die Generalversammlung der Helvengo AG bewilligt und nun abgeschlossen, teilt das Startup weiter mit. Ease übernehme die deutsche Tochtergesellschaft, Helvengo GmbH, sowie das Kerngeschäft des Insurtechs.
Gleichzeitig habe man beschlossen, die verbleibende Muttergesellschaft aufzulösen. Sie befindet sich derzeit in Liquidation. Man sei hier in der Schweiz noch mit einem sehr kleinen Team unterwegs, sagt uns Felix Huemer auf Anfrage. Auch dieses werde sich künftig auf den deutschen Markt fokussieren.
Anfang 2022 hat Helvengo in einer Finanzierungsrunde gut 4 Millionen Franken eingenommen. Zu den Investoren gehörten laut der damaligen Mitteilung unter anderem die TX Group und Postfinance Ventures.
Die bestehenden Investoren hätten ihre Anteile verkauft, bestätigt uns Huemer. Zu den finanziellen Details wollte er sich aber nicht äussern. Gewisse Details müssten noch ausgearbeitet werden, aber ja, man könne von einem Exit sprechen, so der CEO. Auch wenn er die Geschäfte und den neuen Besitzer noch für einen gewissen Zeitraum unterstützen werde.

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