Italien zieht ChatGPT den Stecker, OpenAI startet mit Geoblocking

31. März 2023 um 13:59
letzte Aktualisierung: 3. April 2023 um 14:31
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Foto: Belinda Fewings / Unsplash

Die Datenschutzbehörde des Landes stoppt den Softwareanbieter OpenAI. Dieser reagiert mit einem Geoblock des Landes.

Italiens Behörden haben ChatGPT vorerst gesperrt. Die Datenschutzbehörde teilte mit, dass dem US-Unternehmen OpenAI mit sofortiger Wirkung verboten worden sei, Nutzerdaten aus Italien zu verarbeiten. Es seien Ermittlungen eingeleitet worden.
Die Datenschützer in Rom werfen dem Unternehmen vor, seinen Nutzern nicht mitzuteilen, welche Informationen von ihnen gespeichert werden und zudem keine rechtliche Grundlage für die Sammlung und Speicherung der Daten zu haben. Darüber hinaus gebe es keine adäquaten Filter oder Sperren für Kinder unter 13 Jahren, die laut Geschäftsbedingungen ChatGPT nicht nutzen dürften.
Die Behörde hat erklärt, dass das US-Unternehmen innerhalb von 20 Tagen informieren soll, welche Massnahmen es ergreifen wolle. Andernfalls könnte es mit einer Strafe von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4% des Jahresumsatzes belegt werden.
OpenAI hat nur einen Tag darauf reagiert und bedauert es, die Sperre einzurichten. Sam Altman, CEO des Unternehmens, twitterte: "Wir beugen uns natürlich der italienischen Regierung und haben ChatGPT in Italien eingestellt (obwohl wir glauben, dass wir alle Datenschutzgesetze einhalten)."
Die Sperre hat OpenAI mithilfe eines Geoblocks errichtet. Italienische Nutzerinnen und Nutzer, die sich beim Bezahldienst des Unternehmens abonniert haben, erhalten Rückerstattungen.
Mögliche Gefahren, die von ChatGPT und anderen Chatbots ausgehen, werden immer öfter genannt. In einem offenen Brief forderten kürzlich Experten aus der Tech-Industrie Regulierungen, bevor es zu spät ist.
Update 3.4.2023: Update zum Geoblock von OpenAI eingefügt.

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