Der Regierungsrat des Kantons Jura hat seine Strategie "Dienstleistungen und Prozesse" verabschiedet. Diese sei "ein neuer Schritt im Modernisierungsprogramm des Staates", schreibt er in einer Mitteilung. Mit der Strategie würden die Bedürfnisse der Öffentlichkeit, der Wirtschaft und der institutionellen Partner in den Mittelpunkt des öffentlichen Handelns gestellt. Die Strategie definiere die Grundsätze, welche die Weiterentwicklung der öffentlichen Dienstleistungen in den kommenden Jahren leiten werden.
"Digitale Technologien werden zum primären Zugangskanal für staatliche Dienstleistungen, wobei Alternativen für diejenigen erhalten bleiben, die persönliche Beratung bevorzugen", betont die Regierung. Diese Entwicklung stütze sich insbesondere auf den Ausbau des Online-Portals, das bereits über 40'000 Nutzerkonten verfügt. Technische Grundlage ist die
Lösung des Vereins iGovPortal, zu dessen Gründungsmitgliedern der Kanton Jura gehört.
"Vor diesem Hintergrund hat sich der Kanton Jura bewusst dafür entschieden, die Erbringung von Dienstleistungen vorrangig auf digitalem Weg zu gewährleisten. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Bearbeitungszeiten zu verkürzen und ein einheitliches und reibungsloses Erlebnis zu bieten, das jederzeit und unabhängig vom Standort zugänglich ist", heisst es in der Strategie.
Die Staatskanzlei werde in enger Zusammenarbeit mit den operativen Abteilungen und der IT-Abteilung Dienstleistungen mit hohem Digitalisierungspotenzial identifizieren, um diese schrittweise zu digitalisieren. "Diese Entwicklung beschränkt sich nicht auf die digitale Umsetzung bestehender Verfahren: Sie geht einher mit dem Bestreben, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen, unnötige Schritte zu reduzieren und die Koordination zwischen den beteiligten Abteilungen zu verbessern, um Kosten zu senken", hält der Regierungsrat fest.