Kantonsspital Aarau strukturiert IT-Bereich um

12. September 2022 um 11:37
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Neubauprojekt "Dreiklang" des Kantonsspitals Aarau. Visualisierung: KSA

Das Spital gibt sich eine neue Gesamtstrategie und plant Ertragsverbesserungen. Das KSA schildert uns, was dies für die IT-Abteilung und die CTO-Position bedeutet.

Das Kantonsspital Aarau (KSA) plant ein "ergebniswirksames Fitnessprogramm" und eine neue "Strategie 2025", teilte die KSA-Gruppe an 6. September mit. Dazu nehme man organisatorische und personelle Änderungen sowie weitere Massnahmen vor, um die notwendigen Ertragsverbesserungen zu erreichen. Mit dem Fitnessprogramm, das im September mit Blick auf das Budget 2023 gestartet wurde, sollen Ergebnissteigerungen in der Höhe von 25 Millionen Franken für die Spitäler Aarau und Zofingen erzielt werden.
Um diese Ertragsverbesserungen zu erreichen, "werden Personalmassnahmen unumgänglich sein", erklärt Mediensprecherin Isabelle Wenzinger auf unsere Anfrage. "Wenn möglich, soll das über natürliche Fluktuation passieren. Das betrifft aber die gesamte KSA-Gruppe, ausgeschlossen sind einzig patientennahe Pflegebereiche."

IT gehört jetzt zu "Zentrale Services"

Die neue Strategie hat auch eine Reorganisation der Departemente und Abteilungen zur Folge. Das bisherige Departement Informatik und Medizintechnik wird aufgelöst. "Die Abteilung Informatik heisst ab 1. Oktober 2022 Abteilung Digitalisierung und ICT und wird dem Bereich Zentrale Services unterstellt", erläutert Wenzinger. "Neu gehört zu diesem Bereich unter anderem auch die Abteilung Unternehmensentwicklung. Gerade diese beiden Abteilungen haben mit Blick auf die Digitalisierung zahlreiche Schnittstellen und können so zukünftig Synergien besser nutzen."
Der Sitz des ehemaligen Departements Informatik und Medizintechnik in der Geschäftsleitung fällt damit weg. Der bisherige Departementsleiter und CTO Martin Matter geht Ende September in Pension. Neues GL-Mitglied wird der Jurist Beat Jost, der zukünftig den Bereich Zentrale Services leiten wird.

Thomas Seiler übernimmt ICT-Gesamtleitung

Nachdem im März 2022 bekannt wurde, dass Matter in den vorzeitigen Ruhestand geht, hatte das KSA noch angekündigt, dass die Suche nach einem geeigneten Nachfolger oder einer geeigneten Nachfolgerin als CTO bereits in Gang gesetzt worden sei. Diese hat sich jetzt durch die Umstrukturierung erübrigt. "Dadurch entfällt die CTO-Position", so Wenzinger.
Für die aktuell rund 43 Vollzeitstellen der IT-Abteilung bedeutet dies: "Thomas Seiler wurde zum Gesamtleiter Digitalisierung und ICT befördert und übernimmt in dieser Funktion die Endverantwortung für die ICT der KSA-Gruppe." Seiler arbeitete vor seiner Beförderung seit September 2020 für das KSA als Leiter IT und Digitalisierung und verfüge über langjährige Erfahrung in der Informatik in verschiedenen Branchen. In den letzten 9 Jahren war er in unterschiedlichen Kaderfunktionen im Gesundheitswesen tätig.

Schwerpunkt liegt bei Digitalisierung des Neubaus "Dreiklang"

Bringt die Reorganisation und neue Strategie auch eine Neuausrichtung der IT-Abteilung mit sich? Wenzinger erklärt dazu: "Ein Schwerpunkt liegt darin, den Neubau 'Dreiklang' des KSA Aaraus zu digitalisieren, um damit maximale Effizienz und Effektivität zu erreichen. Das Ziel ist es, Einzellösungen und Insel-Anlagen hin zu Gesamtlösungen durch Plattformbildungen zu überwinden."
Auch das Thema Cybersecurity habe hohe Priorität. "Wie andere Institutionen ist auch die KSA-Gruppe einer Vielzahl von Angriffsversuchen ausgesetzt. Die IT-Infrastruktur der KSA-Gruppe wird durch einen externen Provider betrieben, der auch für die Cybersicherheit verantwortlich zeichnet", so Wenzinger. So sei sichergestellt, dass die IT-Infrastruktur dem aktuellsten Stand entspreche. Die enge Zusammenarbeit zwischen der internen Informatik und dem Provider ermögliche ein schnellstmögliches Handeln, falls es zu einem Vorfall kommen sollte.

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